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Rekordaufgebot für die Olympischen Winterspiele
Bei den bevorstehenden Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo (Italien) werden insgesamt 18 Sportlerinnen und Sportler aus Berlin teilnehmen. Vor dem Wettkampf, der vom 6. bis 22. Februar stattfindet, wurde das Rekordaufgebot am Dienstag feierlich verabschiedet. Auch aus Brandenburg reisen fünf herausragende Athleten nach Italien, die sich Hoffnungen auf Medaillen machen.
Bob: Frauen
Lisa Buckwitz hat bereits Erfahrung mit Olympischem Gold: 2018 in Pyeongchang gewann sie als Anschieberin von Mariama Jamanka den Titel im Zweierbob. In Italien wird sie nun als Pilotin antreten und strebt ihre erste Medaille in dieser neuen Rolle an. Buckwitz zählt seit ihrem Weltmeistertitel 2024 zur Weltspitze der Bob-Pilotinnen.
Deborah Levi vom SC Potsdam wird ebenfalls im Eiskanal starten, als Anschieberin von Olympiasiegerin Laura Nolte. Gemeinsam gewannen sie am vergangenen Wochenende in Altenberg ihren fünften Saisonsieg und sicherten sich den Gesamtweltcup. Das Duo hat gute Chancen auf eine Medaille.
Leonie Kluwig vom SC Potsdam wird als Ersatzanschieberin mit nach Italien reisen. Die Wettkämpfe im Zweierbob finden am 20. und 21. Februar in Cortina d’Ampezzo statt.
Bob: Männer
Georg Fleischhauer vom SV Motor Babelsberg hat sich mit seinem Piloten Johannes Lochner Anfang Januar in St. Moritz den Europameistertitel gesichert. Nun geht es für das Duo zu den Olympischen Spielen, wo Fleischhauer sowohl im Zweier- als auch im Viererbob auf Goldjagd gehen möchte. Die Entscheidungen in Cortina sind für den 17. und 22. Februar angesetzt.
Oliver Peschk, ebenfalls vom SV Motor Babelsberg, wird als Ersatzathlet gelistet.
Eiskunstlauf
Im Eiskunstlauf vertreten zwei der drei deutschen Paare Berlin. Minerva Hase und Nikita Volodin, Vizeweltmeister im Paarlauf, haben große Medaillenhoffnungen, trotz einer verpassten Titelverteidigung bei der EM. Auch Annika Hocke und Robert Kunkel aus Berlin sind Teil des deutschen Teams. Sie belegten bei den Europameisterschaften den vierten Platz, haben jedoch bei Olympia nicht die besten Medaillenchancen. Für Hocke und Kunkel ist es zudem ein Heimspiel, da sie seit 2022 in Bergamo trainieren.
Die Wettbewerbe in der Milano Ice Skating Arena finden am 15. und 16. Februar statt.
Eishockey: Männer
Jonas Müller, der einzige Olympiamedaillen-Gewinner unter den Berliner Sportlern, gewann 2018 in Pyeongchang Silber. Er ist einer von vier Eisbären-Spielern im deutschen Eishockey-Kader. Auch Korbinian Geibel, Frederick Tiffels und Kai Wissmann sind dabei. In der Vorrunde trifft Deutschland auf Dänemark (12. Februar), Lettland (14. Februar) und die USA (15. Februar). Die deutschen Spieler gelten als Außenseiter, haben jedoch das Potenzial für Überraschungen.
Eishockey: Frauen
Erstmals seit zwei Jahrzehnten fahren sowohl die Männer- als auch die Frauen-Nationalmannschaft im Eishockey zu den Olympischen Spielen. Laura Kluge, die seit elf Jahren Teil der deutschen Mannschaft ist, wird erneut an den Start gehen. Ihre Erfahrung ist besonders wertvoll für die jüngeren Spielerinnen wie Mathilda Heine, die mit 16 Jahren die jüngste Athletin im deutschen Team ist. Zusammen mit Celina Haider und Franziska Feldmeier (alle Eisbären Juniors) wird sie in der Vorrunde gegen Schweden (5. Februar), Japan (7. Februar), Frankreich (9. Februar) und Italien (10. Februar) antreten.
Eisschnelllauf
Josie Hofmann, Josephine Schlörb und Lea Sophie Scholz haben im November den 20 Jahre alten deutschen Rekord in der Teamverfolgung gebrochen und werden nun ihre erste Olympiateilnahme anstreben. Ihr Ziel ist es, nach der Vorrunde unter die ersten Vier zu kommen. Die Gruppe wird ergänzt durch Maira Jasch, Anna Ostlender und Gabriel Groß vom Olympiastützpunkt Berlin.
Zusätzlich gibt es in der Berliner Sportlandschaft einige Herausforderungen. So beginnt das neue Jahr für Hertha BSC mit Schwierigkeiten, was die Fans in der Hauptstadt beschäftigt. Auch die Frage, warum drei Spieler im Camp von Hertha BSC in Portugal fehlen, sorgt für Diskussionen. Für Sportbegeisterte in Berlin gibt es zudem Neuigkeiten aus dem Erika-Heß-Eisstadion, das seine Außenfläche wieder für Schlittschuhläufer öffnet.
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Bildquelle: Florian Wehde auf Unsplash