Der Olympia-Beauftragte des Landes Berlin, Kaweh Niroomand, nimmt eine zentrale Rolle in den Planungen für die Olympischen Spiele ein. Im Kontrast dazu äußert sein Bruder, Kamyar Niroomand, Präsident von Hertha Zehlendorf, seine Ablehnung gegenüber den Olympischen Spielen in der Hauptstadt. Er bezeichnet diese als ein „Ablenkungsmanöver der Politiker“ und erläutert: „Der Breitensport profitiert nicht von Olympia.“
Kamyar Niroomand führt weiter aus, dass er der Auffassung sei, Berlin verfüge nicht über die nötigen Ressourcen, um gegenwärtige Probleme zu lösen. „Es gibt keinen Verein ohne Herausforderungen,“ so der Präsident. Das Regionalliga-Team seiner Vereinsmannschaft warte seit eineinhalb Jahren auf einen Zaun, der die heimischen Anhänger von den Gästefans abtrennen sollte. In der Zwischenzeit müssen die Zehlendorfer ihre Heimspiele im Stadion Lichterfelde austragen.
Initiativen und Umfragen zur Olympiabewerbung
Der Landessportbund Berlin setzt sich mit seiner Volksinitiative „Die Spiele für Berlin“ dafür ein, einen Beschluss im Abgeordnetenhaus zu erreichen, der eine Bewerbung für die Olympischen Spiele unterstützen soll. Diese Initiative beinhaltet Forderungen zur Stärkung des Sportangebots an Schulen sowie die Priorität der Sanierung von Sportstätten.
Trotz der Widerstände möchte der Berliner Senat die Pläne für die Olympiabewerbung nicht aufgeben. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbundes zeigt, dass 74 Prozent der Bundesbürger eine Bewerbung Deutschlands für die Sommerspiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 befürworten. Unter den Befragten antworteten 51 Prozent mit „Ja“ und 23 Prozent mit „Eher Ja“ auf eine entsprechende Frage.
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