Der defensive Mittelfeldakteur Kennet Eichhorn von Hertha BSC, im Alter von 16 Jahren, erzielte im Pokalspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern sein erstes Profi-Tor. Dieses Ereignis markiert einen wichtigen Meilenstein in der jungen Karriere des Spielers.
Eichhorn, der am Dienstag 16 Jahre, 4 Monate und 9 Tage alt war, hat in kurzer Zeit mehrere Rekorde gebrochen. Er wurde zum „Man of the Match“ ernannt und avancierte zum jüngsten Torschützen in der Geschichte von Hertha BSC, womit er Ibrahim Maza übertraf. Zudem ist er nun der jüngste Torschütze im DFB-Pokal, eine Leistung, die zuvor Jude Bellingham im Trikot von Borussia Dortmund innehatte. Hertha BSC besiegte den 1. FC Kaiserslautern im Achtelfinale des DFB-Pokals mit 6:1, wobei Eichhorns Leistung als herausragend bewertet wurde. Trainer Stefan Leitl (48) äußerte sich dazu: „Kenny ist ein unfassbares Talent. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass seine Entwicklung so schnell geht. Er wird von Spiel zu Spiel besser.“
Europäische Top-Klubs zeigen Interesse
Die beeindruckenden Auftritte von Kennet Eichhorn haben die Aufmerksamkeit zahlreicher europäischer Spitzenvereine auf sich gezogen. Nach seinem jüngsten Spiel stehen Teams wie der FC Bayern München, RB Leipzig, Borussia Dortmund, Eintracht Frankfurt, der FC Barcelona, Paris Saint-Germain, Manchester United und Real Madrid Schlange. Alle genannten Klubs sollen ein erhebliches Interesse an einer Verpflichtung des Kapitäns der deutschen U17-Nationalmannschaft bekunden.
Scouts beobachten Eichhorn nahezu bei jeder Partie und heben seine Fähigkeiten hervor. Sie loben insbesondere seine Dribblings, seine Übersicht, die Coolness am Ball, seine Dynamik sowie seine schnellen Umschaltmomente. Diese Attribute, kombiniert mit einer außergewöhnlichen körperlichen Reife für sein Alter, werden als phänomenal beschrieben. Der Marktwert des Spielers hat sich Ende November von 3 Millionen Euro auf 6 Millionen Euro verdoppelt, womit er aktuell als der wertvollste Spieler der 2. Bundesliga gilt.
Vertragssituation und Transferaussichten
Die Frage, wie lange Hertha BSC das Talent in Berlin halten kann, bleibt offen. Kennet Eichhorn unterzeichnete nach umfangreichen Verhandlungen im Juli einen Vertrag, der bis zum Jahr 2029 datiert ist. Derzeit erwägt Hertha BSC, den bestehenden Kontrakt um ein weiteres Jahr zu verlängern und die Konditionen zu verbessern. Ziel ist es, Eichhorn mit einem Stammplatz, den er bereits nahezu innehat, und einer Führungsrolle im Team von Trainer Leitl von einem Verbleib zu überzeugen.
Ein ähnlicher Fall war Ibrahim Maza (20), der seinen Vertrag bei Hertha BSC zuvor bis 2027 verlängert hatte, jedoch im Sommer für eine Ablösesumme von 12 Millionen Euro zu Bayer 04 Leverkusen wechselte. Informationen von „Sky“ zufolge soll Eichhorn bereits im Sommer eine Ausstiegsklausel besitzen, die sich ebenfalls in der Größenordnung von 10 bis 12 Millionen Euro bewegt. Sollte der Spieler länger bei Hertha BSC verbleiben, erhofft sich der Verein eine Ablösesumme von bis zu 20 Millionen Euro für sein Talent.
Felix Kroos (34), der Bruder des Weltmeisters Toni Kroos (35) – mit dem Eichhorn oft verglichen wird –, äußerte sich gegenüber dem Nachrichtenportal „Watson“ wie folgt: „Wie Eichhorn spielt, finde ich bemerkenswert. Wenn es gut läuft, Eichhorn noch zwei oder drei Jahre bei Hertha ist, kann man aus den sechs Millionen auch 60 Millionen Euro machen.“ Die Frage, welcher Verein die Initiative in Bezug auf eine Verpflichtung Eichhorns ergreifen wird, bleibt abzuwarten.
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