Im Kontext eines historischen Spiels setzte sich Hertha BSC am 31. Januar 2024 im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen den 1. FC Kaiserslautern durch. An diesem Abend, als die „Roten Teufel“ zur Halbzeit bereits mit 2:0 führten, zeigte sich das Team aus Berlin in einem herausragenden Licht, während die Gäste aus der Pfalz Schwierigkeiten hatten, sich gegen den Druck zu behaupten.
Marlon Ritter, Mittelfeldspieler des FCK, äußerte zur Halbzeit seine Überzeugung über den Verlauf des Spiels und hob damit das mangelnde Vertrauen der Berliner hervor. Letztendlich endete die Partie mit einem 3:1 für Kaiserslautern, die sich später bis ins Pokalfinale kämpften.
Der Weg zum Rekord
Am Dienstagabend zuvor hatten die Berliner jedoch eine eindrucksvolle Vorstellung gegeben, indem sie mit einem Kantersieg von 6:1 gegen Kaiserslautern im Achtelfinale des DFB-Pokals auftraten. Herthas Kapitän Fabian Reese erinnerte an den vorangegangenen Verlierermoment und stellte fest, dass das Team mit diesem Sieg eine alte Rechnung beglichen hatte. Er bekannte zudem, dass die Leistung in der ersten Halbzeit für ihn unerreicht bleibt.
Besonders bemerkenswert war der Auftritt von Luca Schuler, der in der 5. Minute die Führung erzielte und in diesem Duell gleich mehrere Male glänzte. Schuler, der aus Lautern stammt, bewies sein Können und sorgte für eine beeindruckende erste Halbzeit, die der Hertha einen klaren Vorteil verschaffte.
Starke Teamleistung
Hertha zeigte nicht nur offensiv herausragende Leistungen, sondern auch defensiv hatten die Berliner alles im Griff. Mit disziplinierter Abwehrarbeit verhinderten sie, dass der FCK seine Angriffe entfalten konnte. Diese starke Teamleistung schloss die Lauterer offensiv weitgehend aus.
Hertha BSC demonstrierte nicht nur Engagement, sondern auch eine bemerkenswerte Tiefe im Kader. Die Einwechslung von Dawid Kownacki und Maurice Krattenmacher sorgte vier Minuten später für das 5:1, ehe Krattenmacher wenig später noch ein Tor zum Endstand von 6:1 beisteuerte. Diese Erfolgsgeschichte markiert den höchsten Sieg in einem Pflichtspiel seit 2013.
Der Trainer und sein Ansatz
Trainer Stefan Leitl äußerte sich nach der Partie sachlich und betonte, dass es keinen Raum für Euphorie gibt. Seine Philosophie, die auch auf die Spieler übergegangen ist, verlangt ständige Weiterentwicklung. „Wir freuen uns kurz und richten dann sofort den Fokus auf das nächste Spiel“, so Leitl.
In der neuen Teamsituation hat sich gezeigt, dass das Kollektiv über individuelle Leistungen triumphiert. Dies bekräftigte auch Leitl, der den Spielern, die nicht zum Einsatz kamen, große Anerkennung zollte. „Die besten Spieler sind oft die, die nicht auf dem Platz stehen, sondern die Mannschaft unterstützen“, erklärte er.
Insgesamt bleibt festzuhalten, dass Hertha BSC seine Liga-Befindlichkeiten hinter sich gelassen hat und sich in der Pokalsaison als ernsthafter Anwärter zeigt.
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