Hertha-Trainer Stefan Leitl (48) demonstriert erneut ein ausgeklügeltes, taktisches Gespür.
Mit einer Abwehrreihe aus vier Innenverteidigern, ähnlich der Strategie von Jogi Löw (65) während der WM 2014, gelang Hertha ein klarer Sieg gegen Kaiserslautern (6:1) und damit der Einzug ins Pokal-Viertelfinale.
Unabhängig davon, ob im Maracanã oder im Olympiastadion – das Ziel bleibt gleich: der Pokal soll nach Berlin zurückkehren.
Der ehemalige Bundestrainer hatte damals erklärt: „Wir brauchen bei diesem Turnier vermutlich nicht diese offensiven Außenverteidiger (…). Alle vier sind groß und kopfballstark, offensiv wie defensiv.“
Die Strategiewahl zeigt deutlich ihre Auswirkungen auf den Berliner Fußball, was auch durch die Äußerung von Trainer Stefan Leitl belegt wird: „Wir haben das zum ersten Mal ausprobiert. Die Idee dahinter war, mit vier kopfballstarken Innenverteidigern plus Niklas Kolbe als Linksfuß die vertikalen Bälle von Lautern zu verteidigen.“
Die Taktik erwies sich als effektiv. Herthas Abwehr stellte sich als robust heraus und verzeichnete beachtliche 62 Prozent gewonnene Luftzweikämpfe. Lediglich beim Gegentor konnte sich Lauterns Marlon Ritter (31) zu viel Raum erarbeiten.
Leitls Taktik für das nächste Spiel
Wie von B.Z. berichtet, werden am Sonntag im Olympiastadion gegen den FCM (13.30 Uhr, Sky) zwei klassische Außenverteidiger in die Viererkette zurückkehren. Michał Karbownik (24) und Deyovaisio Zeefuik (27) ersetzen Kolbe und Leistner in der Startelf. Linus Gechter (21) wird, wie schon in Kiel beim 1:0, erneut die Rolle des Innenverteidigers übernehmen.
Marton Dardai (23) bleibt ebenfalls gesetzt. Obgleich er das erste Training nach dem Pokalspiel aufgrund eines Pferdekusses verpasste, ist sein Einsatz gegen Magdeburg nicht gefährdet.
Leitls und Herthas Ziel mit dieser neuen Taktik ist der 8. Pflichtspielsieg in Folge.
Bildquelle: Alejandro Sanclemente auf Unsplash