Hertha BSC sucht nach einem Nachfolger für Tjark Ernst, der zu Feyenoord Rotterdam gewechselt ist. Der vielversprechendste Kandidat könnte aus den eigenen Reihen stammen: Marius Gersbeck (31) zeigte beim 1:0-Sieg in Bochum eine starke Leistung. Er bewies seine Fähigkeiten als Torwart, indem er Flanken souverän abwehrte und mit seinen Reflexen überzeugte. Einmal rutschte ihm der Ball durch, was ihm jedoch nicht zum Verhängnis wurde.
Peter Görlich (59), der Geschäftsführer von Hertha, und Fußball-Chef Bastian Huber (46) sind aktiv auf der Suche nach einem neuen Torhüter. Für Chef-Trainer Stefan Leitl (48) hat diese Position jedoch momentan keine hohe Priorität. Auf die Frage eines Sky-Reporters nach dem Bochum-Spiel, ob er einen neuen Torwart wünsche, reagierte Leitl zunächst mit Schweigen und äußerte dann, dass die Bedürfnisse auf den Außenverteidiger-Positionen und im Sturm vorrangig seien. Er betonte, dass es wichtig sei, diese Positionen zuerst zu besetzen, was darauf hindeutet, dass er mit Gersbeck im Tor zufrieden ist.
Die Chancen für Gersbeck, als Stammtorwart zu agieren, steigen somit. Das Transferfenster schließt am 1. September, und sollte Gersbeck bis dahin weiterhin gute Leistungen zeigen, könnte er die Nummer 1 bleiben. Nach seiner Rückkehr vom KSC vor drei Jahren könnte er nun den Durchbruch schaffen. Leitl ist sich der Herausforderungen bewusst, die mit dem Umbruch bei Hertha verbunden sind, insbesondere in Bezug auf die Überzeugung von Spielern, die zum Berliner Weg passen. Die Gehälter beim Hauptstadtklub sind stark gesenkt worden, was die Situation zusätzlich erschwert. Leitl stellte klar, dass es sich nicht um ein Wunschkonzert handelt und dass die Möglichkeiten auf dem Transfermarkt begrenzt sind. Bisher hat Hertha lediglich Oluwaseun Adewumi (21) vom FC Burnley ausgeliehen. Sowohl die Fans als auch Leitl erwarten dringend Verstärkungen, jedoch nicht unbedingt im Tor.
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Quellen: B.Z., Bild, Die Zeit
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