Nach über zweieinhalb Jahren ist der juristische Streit zwischen Fredi Bobic und Hertha BSC beigelegt. Der ehemalige Geschäftsführer des Berliner Vereins äußerte sich nun erstmals zu dem langwierigen Prozess, der ihn "extrem belastet" hat, und sprach über seine überraschende neue Rolle bei Legia Warschau.
Gerichtsstreit Beendet: Bobic Erleichtert Über Urteil
Der 971 Tage andauernde Zoff vor Gericht drehte sich um ausstehende Gehaltszahlungen und die Abfindung von Fredi Bobic. Ein Urteil vom 25. September entschied zugunsten des 53-Jährigen. Bobic betonte, dass es ihm nie um die finanzielle Summe ging, sondern um die Respektierung seines Vertrags. Er bot einen Vergleich an, um "endlich Ruhe" zu haben, doch Hertha BSC wollte den Fall offenbar ausfechten. Bobic zeigte sich erleichtert, dass nach langer Zeit "endlich Recht gesprochen wurde" und das Urteil die fristlose Kündigung als nicht rechtens erklärt hat.
- Der Prozess zog sich über zweieinhalb Jahre hin.
- Bobic legte Wert auf die Respektierung seines Vertrags.
- Das Urteil erklärte die fristlose Kündigung für nicht rechtens.
Bobic Wünscht Hertha Den Aufstieg, Hat Aber Zweifel
Trotz der negativen Erfahrungen mit Hertha BSC wünscht Bobic dem Verein den Aufstieg, sieht die Realisierbarkeit jedoch kritisch. "Wenn ich sehe, wie der Verein aufgestellt ist, habe ich berechtigte Zweifel", so der Fußball-Macher, der hinzufügte, dass er damit sicher nicht allein in Berlin sei.
Überraschender Wechsel Nach Warschau
Nach dem "Frust" bei Hertha BSC verspürte Bobic keine Notwendigkeit, unbedingt in der Bundesliga zu bleiben. Sein Wechsel zu Legia Warschau kam für viele überraschend. Bobic erklärte, dass er gerne "in Europa und auch weltweit unterwegs" sei und "etwas erleben" wolle. Der Kontakt zu Legia entstand über einen gemeinsamen Freund des Eigentümers Dariusz Mioduski. Bobic war von der Einladung nach Warschau und dem anschließenden Engagement begeistert, obwohl der Eigentümer anfangs Bedenken wegen der Bezahlung äußerte. Für Bobic zählte vor allem die Möglichkeit, "mit Menschen zu arbeiten, denen ich vertrauen kann und die mir den Rücken stärken".
Einjahresvertrag Und Fan-Nähe In Warschau
Bobic unterschrieb zunächst einen Einjahresvertrag, um sich "eine gewisse Freiheit zu bewahren" und zu sehen, wie die Zusammenarbeit verläuft. Er ist bisher "sehr zufrieden" mit dem, was er in Warschau vorgefunden und bereits verändert hat. Die Fans erkennen ihn zunehmend auf den Straßen Warschaus und schätzen besonders die getätigten Transfers, vor allem die polnischer Spieler.
Kontakt Zu Lukas Podolski
Bobic pflegt auch Kontakt zu Lukas Podolski, der beim Ligakonkurrenten Górnik Zabrze spielt. Allerdings war es Podolski, der sich Rat bei Bobic holte, da er Ambitionen hat, Manager zu werden oder seinen eigenen Klub zu kaufen. Bobic lobte Podolskis Engagement für seinen Verein und seine Heimat und traut ihm eine Zukunft als Teilhaber oder sogar Präsident zu.