Am Rande des Hochrisikospiels zwischen Hertha BSC und Dynamo Dresden kam es im Berliner Olympiastadion zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Fangruppen beider Vereine. Mehrere Hundert Fans gerieten bereits Stunden vor dem Anpfiff im Stadion aneinander, was den Einsatz von Pfefferspray und massiven Polizeikräften erforderte.
Key Takeaways
- Gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Hertha- und Dresden-Fans im Olympiastadion.
- Einsatz von Pfefferspray und verstärkter Polizeipräsenz zur Deeskalation.
- Trotz der Vorfälle gab es keine Verletzten, aber Strafanzeigen wegen Landfriedensbruchs.
- Das Spiel wurde im Vorfeld als Hochrisikospiel eingestuft.
Eskalation im Stadion
Bereits um 11:45 Uhr, über eine Stunde vor dem Anstoß, eskalierte die Situation im Olympiastadion. Hunderte Fans von Hertha BSC und Dynamo Dresden suchten die Konfrontation und rannten aufeinander zu. Aufnahmen zeigen, wie es in den Oberrängen zu Handgreiflichkeiten kam. Vereinzelt wurde auch Pyrotechnik gezündet. Einige Hertha-Anhänger flüchteten daraufhin in die Ostkurve.
Polizeieinsatz und Deeskalation
Um eine weitere Eskalation zu verhindern und die rivalisierenden Fangruppen zu trennen, setzten die Polizei und der private Sicherheitsdienst Pfefferspray ein. Polizeibeamte eilten auf die Ränge, um die Sicherheitskräfte zu unterstützen. Gegen 12 Uhr beruhigte sich die Lage weitgehend, und die Fans nahmen ihre Plätze in den zugewiesenen Blöcken ein. Laut Polizei gab es keine Festnahmen, jedoch wurden Strafanzeigen wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs gefertigt.
Hochrisikospiel mit Vorprovokationen
Die Partie zwischen Hertha und Dynamo Dresden galt im Vorfeld als Hochrisikospiel. Bei dem ausverkauften Spiel, das fast 75.000 Zuschauer anlockte, wurden rund 25.000 Gästefans erwartet. Ein Problem stellte die Verteilung der Tickets dar, da viele Dresden-Fans Karten für neutrale Plätze und sogar den Heimbereich erworben hatten. Hertha BSC hatte angekündigt, erkennbare Gästefans in diesen Bereichen nicht zuzulassen. Schon im Vorfeld kam es zu Provokationen, was eine verstärkte Polizeipräsenz vor und im Stadion notwendig machte. Neben Beamten aus anderen Bundesländern kam auch ein Wasserwerfer zum Einsatz. Die Polizei gab an, dass die Lage am Vormittag weitgehend unter Kontrolle war.