Hertha BSC hat seine Mitgliederversammlung abgehalten, die von einer neuen Rekordmitgliederzahl und der erneuten Bekräftigung des Aufstiegsziels geprägt war. Geschäftsführer Sport Dr. Peter Görlich präsentierte sich optimistisch, während die Mitglieder über die Zukunft des Vereins diskutierten. Die Veranstaltung war lang, aber die Stimmung am Ende positiv.
Key Takeaways
- Hertha BSC hat die Marke von 60.000 Mitgliedern überschritten.
- Das Ziel des Aufstiegs in die Bundesliga wurde erneut bekräftigt.
- Ein Antrag auf hybride Mitgliederversammlungen wurde abgelehnt.
- Trotz der langen Dauer und der Abwanderung einiger Mitglieder gab es am Ende eine positive Stimmung.
Aufstieg als klares Ziel
Geschäftsführer Sport Dr. Peter Görlich nutzte seine erste Mitgliederversammlung, um das Ziel des Aufstiegs in die Bundesliga zu bekräftigen. "Samstag, 15.30 Uhr, Olympiastadion. Dafür lohnt sich alles. Das ist unser Ziel!", rief er den Anwesenden zu. Diese Worte wurden mit stehenden Ovationen bedacht, auch wenn die Halle zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich leerer war.
Debatte über hybride Mitgliederversammlungen
Ein zentraler Diskussionspunkt war der Antrag auf eine hybride Mitgliederversammlung, der es Mitgliedern ermöglichen sollte, online abzustimmen. Dieser Antrag wurde jedoch abgelehnt. Die Ostkurve hatte im Vorfeld klargemacht, dass eine Mitgliederversammlung ein Ort des persönlichen Austauschs sei und kein "Livestream" oder "Chatfenster". Viele, insbesondere jüngere Mitglieder, verließen die Versammlung nach dieser Abstimmung, da sie die Veranstaltung als zu lang empfanden.
Neuer Mitgliederrekord und finanzielle Appelle
Trotz der Kritik an der Länge der Versammlung gab es erfreuliche Nachrichten: Hertha BSC hat die magische Marke von 60.000 Mitgliedern geknackt. Vizepräsidentin Anne Noske verkündete stolz, dass der Verein nun 60.620 Mitglieder zählt, was als "starkes Zeichen" für die wachsende Hertha-Familie gewertet wird. Allerdings gibt es auch finanzielle Herausforderungen: Präsidiumsmitglied Ralf Thaeter wies darauf hin, dass die Mitglieder dem Verein noch rund 800.000 Euro an offenen Beiträgen schulden und appellierte an die Betroffenen, diese schnellstmöglich zu begleichen.
Nach fast sieben Stunden fand die Versammlung, ungewohnt ruhig für Hertha-Verhältnisse, ihr Ende.