Die Mitglieder von Hertha BSC haben einen Antrag abgelehnt, der eine digitale Abstimmung für die rund 60.000 Mitglieder ermöglichen sollte. Die erforderliche Dreiviertelmehrheit wurde nicht erreicht. Bei der Mitgliederversammlung in der Messe Berlin waren 1.296 stimmberechtigte Mitglieder anwesend, von denen 179 für den Antrag stimmten, während 50 Mitglieder sich enthielten. Bisher ist eine Präsenzpflicht für die Versammlungen bei Hertha BSC in Kraft. Wäre der Antrag angenommen worden, hätten alle Mitglieder digital über Vereinsangelegenheiten abstimmen können. Die Ostkurve, die organisierte Fanszene von Hertha, hatte im Vorfeld gegen den Antrag mobil gemacht und betont, dass eine Mitgliederversammlung nicht durch digitale Formate ersetzt werden könne. Die Fanszene befürchtete zudem einen Verlust an Einfluss, wenn alle Mitglieder, unabhängig von ihrer Anwesenheit, an Entscheidungen mitwirken könnten. In den letzten drei Jahren hat die aktive Fanszene bei den Mitgliederversammlungen an Präsenz gewonnen und kann somit erheblichen Einfluss auf die Entwicklungen im Verein ausüben.
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