Toni Leistner (35), Abwehrchef von Hertha BSC, zeigt sich in herausragender Form und geht entschlossen in die Zweikämpfe. Der Verein und sein Vize-Kapitän setzen ihren positiven Trend fort, nachdem sie mit einem 1:0-Sieg gegen Kaiserslautern den vierten Sieg in Folge errungen haben. Dadurch rücken die Berliner nach einem holprigen Saisonstart um drei Punkte auf den dritten Platz vor.
Zusätzlich war dies das vierte Spiel in Serie, in dem Hertha ohne Gegentor blieb. Auf dem Betzenberg gelang es dem Team, zum siebten Mal in zwölf Spielen die Null zu halten – bereits jetzt mehr als in der gesamten Vorsaison (6).
Trainer Stefan Leitl (48) betont: „Je öfter du zu null spielst, desto mehr Selbstvertrauen gibt dir das als Mannschaft.“
Ein wesentlicher Faktor für die defensive Stabilität ist der starke Torhüter Tjark Ernst (22), der eine herausragende Saison spielt. Sollte er dennoch einmal überwunden werden, ist Leistner zur Stelle. In der 70. Minute klärte der Abwehrchef spektakulär per Kopf vor der Linie, trotz einer Verletzung, die er sich in der ersten Halbzeit zugezogen hatte. Nach einem Zusammenprall spielte er die erste Halbzeit sogar mit einem Verband.
Leitl kommentierte die Situation: „Leistner, der alte Bock. Wir pennen eigentlich in der Situation – Fabi Reese ist zugeteilt, aber schaut nicht zum Ball. Aber ich muss schon sagen, Toni ist der einzige Spieler, der in seinem hohen Alter jede Trainingseinheit absolviert hat und in jedem Ligaspiel dabei war. Er ist absolut fit, zeigt Woche für Woche gute Leistungen und hat heute wieder fantastisch den Laden zusammengehalten.“
Durch den Auswärtssieg hat Hertha nun die gleiche Punktzahl wie Kaiserslautern. Am 6. Spieltag befand sich die Mannschaft noch auf Platz 15 mit lediglich 5 Punkten, was viel Kritik von den Fans nach sich zog. Leistner, der weiterhin viel einstecken muss, sieht die Punkte als das entscheidende Schmerzmittel.
Leistner bemerkte: „Im Alter wird die Haut vielleicht etwas weicher, dass sie schneller aufplatzt. Ich bin weiter kräftig am Platzwunden sammeln. Aber wenn es am Ende weniger Platzwunden als Punkte sind, ist das okay.“
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