Hertha BSC hat Berufung gegen das Urteil im Millionenstreit mit Fredi Bobic eingelegt. Das Berliner Kammergericht wird die Entscheidung des Landgerichts prüfen, das Hertha zur Zahlung von 3,35 Millionen Euro brutto an den ehemaligen Geschäftsführer verurteilt hatte. Der Konflikt schwelt seit zweieinhalb Jahren und ein Ende ist noch nicht in Sicht.
Wichtige Punkte
- Hertha BSC legt Berufung gegen das Urteil im Millionenstreit mit Fredi Bobic ein.
- Das Landgericht hatte Bobic 3,35 Millionen Euro brutto zugesprochen.
- Der Streit zwischen dem Verein und dem ehemaligen Geschäftsführer dauert bereits zweieinhalb Jahre an.
Der juristische Schlagabtausch
Der juristische Krimi zwischen Hertha BSC und Fredi Bobic geht in die nächste Runde. Der Berliner Zweitligist hat Berufung gegen eine Entscheidung des Landgerichts eingelegt, die den Verein zur Zahlung von 3,35 Millionen Euro brutto an seinen ehemaligen Geschäftsführer verurteilt. Diese Summe könnte durch Zinsen auf über vier Millionen Euro ansteigen, hinzu kommen die Verfahrenskosten, die ebenfalls Hertha tragen muss.
Bobics Kampf gegen die Kündigung
Fredi Bobic, 53 Jahre alt, hatte sich nach seiner ordentlichen und außerordentlichen Kündigung durch Hertha BSC juristisch zur Wehr gesetzt. In einem früheren Verfahren hatte er gegen die außerordentliche Kündigung gesiegt. Hertha legte daraufhin Berufung ein, die jedoch vom Kammergericht abgelehnt wurde. Nun steht die Prüfung der Landgerichtsentscheidung im Raum, wobei selbst bei einer abgewiesenen Berufung ein weiteres Nachverfahren in einem Zivilprozess möglich wäre.
Ein langer Atem ist gefragt
Der Konflikt zwischen dem Hauptstadtclub und seinem ehemaligen Sportgeschäftsführer schwelt nun seit zweieinhalb Jahren. Die jüngste Berufung von Hertha BSC deutet darauf hin, dass der Verein nicht gewillt ist, die Entscheidung des Landgerichts ohne Weiteres zu akzeptieren. Selbst wenn die Berufung vor dem Kammergericht scheitert, könnte Bobic oder Hertha eine weitere Beschwerde beim Bundesgerichtshof einlegen, was den Streit weiter in die Länge ziehen würde.