Nach einer beeindruckenden Rückkehr feiert Peter Gayda, einstiger Vizepräsident von Hertha BSC, seine Wahl in den Ältestenrat des Vereins. Gayda, der den Klub in den 1980er Jahren vor dem finanziellen Ruin bewahrte, tritt nach 35 Jahren Abwesenheit wieder in ein Gremium des Vereins ein. Seine Wahl erfolgte nach einer denkwürdigen Rede, in der er die Bedeutung der von seinem verstorbenen Freund und Ex-Präsidenten Kay Bernstein initiierten "Berliner Weg" betonte.
Rückkehr und bewegende Rede
Bei der Vorstellung zur Wahl des Ältestenrates sorgte Peter Gayda für Aufsehen, indem er die ihm zugestandenen zwei Minuten Redezeit bei weitem überzog. Erst nach viereinhalb Minuten musste er auf die Zeitüberschreitung hingewiesen werden. In seiner Rede, die er in der legendären hellblauen Trainingsjacke von Kay Bernstein hielt, erklärte Gayda seine Motivation: "Kay und ich sind enge Freunde geworden. Deshalb möchte ich in den Ältestenrat, um als moralisches Auge zu überwachen, ob diese positiven Dinge, die Kay hier (mit dem Berliner Weg, d. Red.) geschaffen hat, weiterentwickelt werden." Er versicherte den Anwesenden, sie nicht zu enttäuschen.
- Peter Gayda wurde nach 35 Jahren wieder in ein Hertha-Gremium gewählt.
- Er trug die Jacke des verstorbenen Präsidenten Kay Bernstein.
- Gayda möchte als "moralisches Auge" die Weiterentwicklung des "Berliner Wegs" überwachen.
Ein Mann mit Geschichte bei Hertha
Gayda, der den Klub Mitte der 1980er Jahre mit Bürgschaften und Krediten vor dem Bankrott rettete, ist seit 60 Jahren Fan und seit 40 Jahren Mitglied von Hertha BSC. Nach dem Bundesliga-Aufstieg 1990 gab er seinen Posten als Vize auf und wanderte nach Florida aus. Die Verbundenheit zu Hertha blieb jedoch ungebrochen. Seine Redezeitüberschreitung erklärte er augenzwinkernd damit, dass er den "Jung-Herthanern" seine Geschichte erzählen wollte und zwei Minuten dafür zu kurz seien. Das Warn-Glöckchen, das während seiner Rede mehrmals zum Einsatz kam, blieb für den Rest der siebenstündigen Versammlung stumm.
Wahl in den Ältestenrat
Nach seiner Rede erhielt Peter Gayda viel Applaus und wurde anschließend zusammen mit Barbara Wegner-Ottow, Klaus-Dieter Böhlo, Detlef Dames, Wilhelm Hennig, Helmut Klopfleisch und Horst Kuffler in das siebenköpfige Gremium gewählt. Seine Rückkehr markiert ein bedeutendes Kapitel in der jüngeren Geschichte des Vereins, das von Kontinuität und der Bewahrung von Werten geprägt ist.