Einstelliger Tabellenplatz: Hertha BSC formuliert Saisonziel
Wenige Tage vor dem Beginn der Zweitligasaison hat Hertha BSC sein Saisonziel bekannt gegeben. Im Gegensatz zur vorherigen Saison, in der der Aufstieg in die Bundesliga angestrebt wurde, liegt der Fokus nun auf einem einstelligen Tabellenplatz.
Peter Görlich, Geschäftsführer von Hertha, äußerte, dass das Team mit maximaler Ambition auf einen einstelligen Platz hinarbeiten werde. Er betonte, dass man hart gearbeitet habe und sich mit diesem Ziel wohlfühle.
Mattuschka bewertet das Ziel als herausfordernd
Die Frage bleibt, ob dieses Ziel realistisch ist, insbesondere nach 13 Abgängen, zu denen auch prominente Spieler zählen, und nur einem Neuzugang. Sky-Experte Torsten Mattuschka bezeichnete die Vorgabe als sehr mutig und wies darauf hin, dass von den ersten sechs Spielen vier auswärts stattfinden. Dies könnte die Situation schnell kompliziert machen. Er betonte, dass es eine Herausforderung sein wird, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen.
Vergangene Saisons und aktuelle Kaderproblematik
In den letzten drei Spielzeiten belegte Hertha mit kostspieligen Kadern die Plätze 7, 11 und 9. In der 2. Liga war das Team in den letzten drei Jahren nicht einmal unter den besten fünf. Görlich hat zudem klargestellt, dass der Aufstieg nicht mehr im Vordergrund steht, was auf eine Übergangssaison hindeutet, in der das Team sich einspielen und für die Zukunft stärken möchte.
Qualitative Schwächen im Kader
Die aktuelle Kaderzusammensetzung weist offensichtliche qualitative Lücken auf, insbesondere in den Bereichen Sturm, Linksverteidigung und offensives Mittelfeld. Trainer Stefan Leitl hat bereits seit Monaten den Wunsch nach einem torgefährlichen Mittelstürmer und einem erfahrenen Linksverteidiger geäußert. Görlich bestätigte, dass man handlungsfähig sei und eine klare Strategie verfolge, um gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.
Erwartungen an die Mannschaft
Der Geschäftsführer erwartet von der Mannschaft eine neue, spielstärkere und kämpferische Hertha. Er erklärte, dass die bisherigen Leistungen nicht mehr akzeptabel seien und dass man sich intensiv mit der fußballerischen Ausrichtung auseinandergesetzt habe. Trainer Leitl setzt auf ein offensives und aggressives Pressing, was bereits in einem Testspiel gegen Köln gut funktionierte.
Interne Transfers im Fokus
Görlich betonte, dass man an interne Transfers glaube und dass die jungen Spieler, die in der Vorbereitung eingesetzt wurden, sich gut geschlagen hätten. Die Frage bleibt, ob diese Spieler auch im Ernstfall, vor 26.000 Zuschauern im ausverkauften Ruhrstadion in Bochum, bestehen können.
- Wie geht es weiter für Union Berlin nach fünf sieglosen Spielen?
- Daniel Frahn wechselt in die Kreisliga und startet neue Herausforderung
„`
Quellen: B.Z., Bild, Berliner Morgenpost
Bildquelle: Depositphotos