In den Büros von Hertha BSC sorgt eine aktuelle Personalentscheidung für Gesprächsstoff und Unruhe unter den Mitarbeitern. Der Verein hat Hendrik Herzog, der über zwei Jahrzehnte als Zeugwart tätig war, fristlos entlassen. Diese Entscheidung wurde aufgrund eines Vorfalls getroffen, der als geringfügig eingestuft wird.
Langjährige Zugehörigkeit und plötzliche Entlassung
Hendrik Herzog, 57 Jahre alt, war zuvor als Spieler für Hertha aktiv und absolvierte von 1997 bis 1999 insgesamt 93 Spiele, darunter auch in der Champions League. Nach seiner aktiven Karriere übernahm er die Rolle des Zeugwarts und kümmerte sich um die Ausrüstung der Spieler. Herzog war bekannt dafür, dass er stets früh zur Arbeit kam und spät ging, um sicherzustellen, dass alles für die Mannschaft bereit war. Diese langjährige Loyalität wurde nun abrupt beendet.
Der Vorfall und die Konsequenzen
Der Grund für die fristlose Kündigung war ein Vorfall, der sich in der Nacht nach einem Heimspiel gegen Bochum am 14. März 2026 ereignete. Herzog hatte mit einem Vereinsfahrzeug ein Auto der gegnerischen Mannschaft touchiert. Anstatt am Unfallort zu bleiben, entschied er sich, die Ausrüstung und einen verletzten Mitarbeiter zurück zum Vereinsgelände zu bringen. Er informierte Zeugen und einen Mitarbeiter des Ordnungsdienstes und äußerte den Wunsch, später zurückzukehren.
Reaktionen innerhalb des Vereins
Die Entscheidung, Herzog zu entlassen, wurde von der Vereinsführung als notwendig erachtet, da man den Vorfall als Fahrerflucht interpretierte. Dies geschah unter Berufung auf das Strafgesetzbuch, das das unerlaubte Entfernen vom Unfallort regelt. Ob Herzog tatsächlich gegen das Gesetz verstoßen hat, bleibt jedoch unklar.
Stellungnahme des Vereins
Auf Anfrage erklärte der Verein, dass die sofortige Trennung von Herzog aufgrund schwerwiegender Verfehlungen notwendig war. Man betonte, dass Herzog in seiner Funktion als Vorbild agieren sollte und die Umstände eine sofortige Beendigung der Zusammenarbeit erforderten.
Emotionale Reaktionen und zukünftige Schritte
Seit der Kündigung hat Herzog das Vereinsgelände nicht mehr betreten. Berichten zufolge gab es emotionale Reaktionen unter den Mitarbeitern, die von der Entscheidung betroffen sind. Es wird vermutet, dass Herzog rechtlichen Rat einholen könnte. Trotz der Darstellung von Hertha BSC als familiärem Umfeld, sind viele Mitarbeiter besorgt über die möglichen Konsequenzen, die ein ähnlicher Vorfall für sie haben könnte.
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