In dieser Saison gab es für Hertha BSC eine seltene Situation. Trainer Stefan Leitl konnte am Mittwoch auf dem Schenckendorffplatz nahezu auf alle Spieler zurückgreifen, abgesehen von dem verletzten Torwart Marius Gersbeck. Sogar der 16-jährige Kennet Eichhorn, der sich von einer Langzeitverletzung erholt hat, nahm am Individualtraining teil. Der bevorstehende Liga-Endspurt sorgt für einen intensiven Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft.
Das Training war von einer hohen Intensität geprägt. Es kam zu mehreren hitzigen Szenen während der Spielformen. Sebastian Grönning äußerte lautstark seinen Unmut über einen schmerzhaften Tritt von Toni Leistner. Marton Dardai sorgte für Aufregung, als er dem talentierten Nachwuchsstürmer Niklas Hildebrandt die Füße wegtrat. Deyovaiso Zeefuik warf Pascal Klemens um, und Kapitän Fabian Reese musste nach einem Knietreffer am Boden liegen bleiben. Zudem wurde beim Training ein fünfter Strafstoß gezählt, was in dieser Form ebenfalls selten vorkommt.
Der Konkurrenzkampf ist besonders ausgeprägt, da 24 Feldspieler und vier Torhüter in vier Mannschaften mit jeweils sieben Spielern um jeden Ball kämpfen. Nur 20 Spieler werden letztendlich im Kader für die Spiele berücksichtigt. Von diesen haben neun Spieler Verträge, die bald auslaufen, und sie müssen sich im Training beweisen, um ihre Zukunft im Verein zu sichern.
Der Kampf um die Startplätze ist ebenfalls intensiv. Deyovaiso Zeefuik, der nach einer Bänderverletzung im Knie zurückgekehrt ist, möchte sich einen Platz in der ersten Elf erkämpfen. Er könnte Niklas Kolbe als Linksverteidiger verdrängen. Kapitän Reese, der nach einer Gelbsperre zurückkehrt, wird voraussichtlich den Platz von Jeremy Dudziak auf dem Flügel einnehmen. Dudziak wird am Sonntag in Düsseldorf den gesperrten Michael Cuisance als Spielmacher ersetzen. Die Aufstellung scheint festgelegt, doch angesichts der intensiven Trainingssituation könnte sich bis zum Sonntag noch einiges ändern.
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