Frust total nach dem Ausgleichstreffer in letzter Sekunde gegen Arminia Bielefeld Foto: IMAGO/Matthias Koch
Jetzt gibt es ungemütliche Weihnachten bei Hertha BSC. Der Hauptstadtklub kann gegen Arminia Bielefeld den erhofften Sieg zum Jahresabschluss nicht erringen und verspielt in Unterzahl den Dreier – 1:1 (0:0).
Dies ist bereits das dritte sieglose Spiel in Folge für die Berliner, die dadurch den Kontakt zur Spitzengruppe verlieren.
Unter den Augen von Vereinslegende Pal Dardai (49) präsentiert sich der Hauptstadtklub in der ersten Halbzeit mit einer mäßigen Leistung. Der Ungar, der Rekordspieler und dreimalige Trainer der Profimannschaft sowie zuletzt als Scout tätig, wird den Verein in Richtung seiner Heimat verlassen und als Fußballchef bei Ujpest FC Budapest einsteigen.
Hertha müht sich zunächst vergeblich. Nach starker Vorarbeit von Reese, der sich auf dem linken Flügel durchsetzt, vergibt Schuler aus nächster Nähe kläglich (27.).
Kurz vor der Pause hat Fabian Reese die große Chance zur Führung; nach einem Fehler des Bielefelders Großer scheitert der Kapitän jedoch am Bielefelder Torwart Kersken (39.).
Hertha geht in Führung, doch die Freude währt kurz
In der zweiten Halbzeit zeigt sich die Mannschaft verbessert: Nach einem Fehler von Wörl dringt Winkler auf der rechten Seite durch und passt zu Paul Seguin, der den Ball aus 16 Metern links unten ins Netz befördert – 1:0 (67.). Dies ist der erste Treffer des Mittelfeldspielers für Hertha.
Das Ende wird jedoch bitter für die Berliner: Leistner sieht nach einer Notbremse gegen Young Rot (85.). Diese Entscheidung ist hart, jedoch vertretbar.
Es folgt die Schluss-Offensive der Arminia. Ernst rettet in der Nachspielzeit prima gegen Yasar (90.+5) und wird dann bei Russos Traumschuss doch überwunden. Mit der letzten Aktion des Spiels gelingt Bielefeld der 1:1-Ausgleich (90.+6).
Live-Ticker: Hertha BSC – Arminia Bielefeld 1:1 – Abpfiff!
Diego Demme zur Roten Karte: „Von meiner Position war es fragwürdig, ob das ein Foul war. Im Männerfußball ist das kein Foul.“
Tjark Ernst: „Das tut weh, das ist so ärgerlich. Aber gehört zum Fußball dazu. Wir greifen in der Rückrunde an.”
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