Wie hat Hertha BSC es geschafft, mit einer überragenden Leistung ins Viertelfinale des DFB-Pokals einzuziehen? Die Berliner setzten sich am Dienstagabend deutlich mit 6:1 (3:1) gegen den Ligakontrahenten 1. FC Kaiserslautern durch.
Der Spielverlauf im Olympiastadion
Unmittelbar zu Beginn des Spiels zeigte sich bereits die Intensität im Olympiastadion. In der dritten Minute konnte der Ex-Unioner Ivan Prtajin einen Kopfball abgeben, jedoch parierte Keeper Tjark Ernst sicher. Trotz der anfänglichen Bemühungen der Gäste sprangen die ersten Erfolge für Hertha hervor. Ein langer Pass von Maxwell Gyamfi fand Luca Schuler, der alleine vor dem Tor auftauchte, den Kaiserslauterer Keeper Simon Simoni umkurvte und das 1:0 erzielte (5.).
Die Pfälzer hielten zwar an ihrer Strategie fest, doch die klareren Chancen lagen auf Seiten der Gastgeber. Gyamfi, der in der 10. Minute einen Abpraller von Michael Cuisance nur an den Pfosten setzte, konnte dennoch einen weiteren Jubel der Hertha-Fans herbeiführen. Marten Winkler nutzte einen Konter und überwand die FCK-Abwehr mit Leichtigkeit, um auf 2:0 zu erhöhen (21.).
Hertha setzt sich durch
Nach einem weiteren Lattentreffer von Cuisance spielte Marton Dardai einen präzisen Pass in die Mitte, den der 16-jährige Kennet Eichhorn zum 3:0 verwertete (31.). Kurz vor der Pause gelang den Pfälzern dennoch ein Treffer: Kapitän Marlon Ritter traf aus 20 Metern zum 1:3 (45. + 2).
Nach der Halbzeitpause präsentierte sich Kaiserslautern aktiver, konnte jedoch keine entscheidenden Akzente setzen. Hertha hingegen blieb gefährlich und baute ihre Führung nach einer Stunde auf 4:1 aus. Luca Schuler erzielte nach einem Pass von Cuisance einen weiteren Treffer (60.). Der eingewechselte Maurice Krattenmacher traf zum 5:1 (75.), bevor er auch den sechsten Treffer selbst erzielte (80.).
Auszeichnungen und Statistiken
Die Leistung des gesamten Teams wurde von den Fans belohnt. Kennet Eichhorn wurde zum „Man of the Match“ ernannt, indem er sein erstes Profi-Tor erzielte und gleichzeitig den Rekord als jüngster Torschütze in der DFB-Pokalgeschichte aufstellte. Alleine dieser Sieg stellt für Hertha den höchsten im DFB-Pokal seit 42 Jahren dar.
In der Nachbetrachtung äußerten sich sowohl Trainer Stefan Leitl als auch Spieler positiv und betonten die Bedeutung des frühen Führungstreffers für den Spielverlauf. Allgemein war die Teamleistung entscheidend für den Erfolg gegen Kaiserslautern.
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