„Ganz viele können das deutsche Eiskunstlauf-Paar stoppen“, erklärt Eiskunstlauf-Experte Daniel Weiss in einem aktuellen Interview.
Minerva Hase und Nikita Volodin haben ab Donnerstag beim Grand-Prix-Finale in Japan die Möglichkeit, ihren dritten Titel in Folge zu gewinnen. Laut Weiss, der das Event als „vorweggenommenes Olympia-Finale“ bezeichnet, treten in Japan (4. bis 7. Dezember) die besten sechs Paare der Welt gegeneinander an. Dies ist die einzige Gelegenheit, dass diese Spitzenteams vor den Olympischen Spielen aufeinandertreffen werden.
Konkurrenz durch Top-Paare
Die größten Herausforderer sind die amtierenden Weltmeister aus Japan sowie Paare aus Italien und Kanada. Hase und Volodin befinden sich im Wettbewerb mit den Besten und können durchaus mithalten. Dennoch betont Weiss, dass der Druck auf alle Beteiligten enorm ist und viele Fehler gemacht wurden. „Es ist sehr offen – und ich bin gespannt, wie diese jungen Menschen mit dem Druck umgehen werden,“ fügt er hinzu.
Weiss äußert sich auch zur aktuellen Form des Duos. Trotz vergangener Fehler beim Gewinn des Grand Prix in Finnland zeigt er sich optimistisch: „Sie sind auf einem sehr guten Weg. Ihre Entwicklung ist bemerkenswert, insbesondere wie sie auch mit Fehlern hohe Punktzahlen erzielen können.“ Der Druck sei jedoch spürbar, was sich in ihren Leistungen niederschlage.
Worauf es in Japan ankommt
Ein zentraler Aspekt ist die Entscheidung der beiden, die Kür zu vereinfachen, indem sie den dreifachen Wurf-Flip herausgenommen haben. Weiss stellt fest, dass diese Anpassung die Flexibilität ihrer Kür verbessert hat. Zusätzlich hat Nikita seine Kufe minimal justiert, um eine bessere Leistung sicherzustellen.
Weiss ist überzeugt, dass Hase und Volodin gute Chancen auf eine Medaille haben, sofern sie fehlerfrei performen. „Die Konkurrenz schläft jedoch nicht, und es kommt auf die Nuancen an. Wenn sie sowohl im Finale in Japan als auch bei den Olympischen Spielen ohne Fehler laufen, haben sie die Möglichkeit, eine Medaille zu gewinnen,“ schließt er.
Vielen Dank für das Gespräch!
Bildquelle: Kipras Štreimikis auf Unsplash