„Jetzt herrscht nur kurze Freude, dann packen wir es wieder an“, resümierte Hertha-Trainer Stefan Leitl (48) nach dem jüngsten Erfolg seiner Mannschaft. Das 6:1 im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Kaiserslautern markierte den siebten Pflichtspielsieg in Serie für Hertha BSC. Dieser Erfolgsserie verdanken die Berliner ihre aktuelle Position als zweiterfolgreichstes Team in den europäischen Top-5-Ligen in dieser Saison, gemessen an der Anzahl der Siege.
Lediglich der FC Bayern München übertrifft die Berliner in dieser Spielzeit mit einer beeindruckenden Serie von 16 Siegen in Folge. Renommierte internationale Klubs wie Real Madrid (6 Siege), Arsenal London (5 Siege) und der FC Liverpool (5 Siege) weisen derzeit kürzere Siegesserien auf als Hertha BSC. Die beeindruckende Form der Berliner hat in der Hauptstadt eine Welle der Begeisterung ausgelöst.
Fokus auf die Liga und bevorstehende Herausforderungen
Trotz der jüngsten Erfolge und der aufkommenden Euphorie betonte Trainer Leitl die Notwendigkeit, den Fokus beizubehalten: „Wir haben noch drei Liga-Spiele vor der Brust. Jetzt richten wir den Fokus sofort auf die Liga.“ Die nächste Herausforderung wartet am Sonntag im Olympiastadion, wenn Hertha BSC im Zweitliga-Duell auf den 1. FC Magdeburg trifft. Das Spiel beginnt um 13:30 Uhr und wird auf Sky übertragen. Dieses bevorstehende Spiel bietet Hertha die Gelegenheit, einen historischen Vereinsrekord einzustellen.
Der aktuelle Vereinsrekord stammt aus der Saison 1980/81, als die Berliner zwischen dem 7. Februar 1981 und dem 14. März 1981 achtmal in Folge siegreich waren. Damals umfasste diese Serie 6 Siege in der 2. Liga Nord und 2 Erfolge im DFB-Pokal. Die Spieler zeigen sich entschlossen, diese aktuelle Erfolgsserie fortzusetzen und möglicherweise den alten Rekord zu egalisieren.
Spieler zeigen sich ambitioniert und euphorisch
Nach der überzeugenden Leistung gegen Kaiserslautern äußerte sich Doppeltorschütze Luca Schuler (26) kampfbereit: „Wir haben ihnen den Arsch versohlt. Am Sonntag steht aber wieder die Liga an, wir wollen weiter Siege holen und klettern.“ Auch Kapitän Fabian Reese (27) hob die Bedeutung der aktuellen Stimmung hervor: „Jeder Fan soll träumen. Dass nach den vergangenen Wochen eine Euphorie in der Stadt entsteht, tut uns allen gut. Jetzt haben wir noch drei Ligaspiele, die wir maximal erfolgreich bestreiten wollen.“
Dawid Kownacki (28), der als Tor-Joker eingesetzt wurde, unterstrich den Ehrgeiz des Teams: „Bis Weihnachten wollen wir noch viele Punkte holen. Immer weiter!“ Die aktuellen Leistungen nähren die Hoffnungen der Fans und des Vereins auf eine erfolgreiche Saison, die möglicherweise im Mai mit dem Aufstieg in die 1. Bundesliga und dem Pokalfinale im heimischen Olympiastadion gekrönt werden könnte. Bei Hertha BSC herrscht derzeit eine optimistische Grundstimmung, die von den jüngsten Erfolgen befeuert wird.
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