Die Stimmung nach dem Spiel war bei Union Berlins Trainerin Marie-Loise Eta alles andere als positiv. „Die Gefühlslage nach dem Spiel ist natürlich nicht gut. Das haben wir uns anders vorgestellt“, äußerte sie nach der 0:3-Niederlage gegen den 1. FC Köln. Das Team von Trainerin Britta Carlson setzte sich am 4. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga durch und feierte damit den dritten Sieg in Serie, ohne dabei ein einziges Gegentor zu kassieren.
Spielverlauf und Tore
Vor 2000 Zuschauer*innen im Franz-Kremer-Stadion brachte ein Eigentor von Berlins Torhüterin Nadine Böhi in der 19. Minute die Kölnerinnen in Führung. Im zweiten Durchgang erhöhten Pauline Bremer in der 50. Minute und die eingewechselte Lydia Andrade in der 83. Minute auf 3:0. Union Berlin bleibt somit auch nach dem vierten Saisonspiel ohne Punkte und muss weiter auf den ersten Punktgewinn warten.
Äußerungen der Trainerinnen
Trainerin Eta analysierte die Leistung ihrer Mannschaft kritisch: „Grundsätzlich sind wir ordentlich in das Spiel gestartet, haben dann aber im Verlauf der Partie in vielen Bereichen zu viel vermissen lassen. Dann geraten wir in Rückstand und haben gerade Probleme damit, mit Rückschlägen umzugehen. Daran müssen wir arbeiten.“ Sie betonte zudem die Notwendigkeit, in der Offensive konsequenter zu agieren.
Auch Berlins Mittelfeldspielerin Anna Weiß äußerte sich zur aktuellen Situation: „Dass wir nach dem 4. Spieltag immer noch keine Punkte haben, war nicht der Plan. Wir wollten anders in die Saison starten. Wir wussten, dass Köln ein sehr starker Gegner ist und sehr körperlich spielt. Das haben wir leider nicht richtig angenommen.“ Sie hob hervor, dass das Team viel Ballbesitz hatte, jedoch nicht in der Lage war, diesen in Tore umzuwandeln.
Aufstellungen und Wechsel
Nach dem 4:0-Sieg gegen den 1. FSV Mainz 05 nahm Kölns Trainerin Britta Carlson zwei Änderungen in der Startelf vor. Amlie Bohnen und Lydia Andrade wurden durch Pauline Bremer und Sandra Jessen ersetzt. Da Kapitänin Marina Hegering aufgrund einer leichten Muskelverletzung fehlte, übernahm Laura Feiersinger die Kapitänsbinde.
Auch bei Union Berlin gab es zwei Wechsel: Sophie Weidauer und Amber Tysiak kamen für Lisa Heiseler und eine weitere Spielerin in die Startelf. Tomke Schneider und mehrere andere Spielerinnen standen nicht zur Verfügung.
Spielanalyse
Die erste gefährliche Aktion des Spiels kam von Kölns Sophie Nachtigall, deren Schuss aus großer Distanz das Netz des Berliner Tores berührte. Union Berlin hatte ebenfalls eine gute Gelegenheit, als Taylor Ziemer knapp am Tor vorbeiköpfte. Der entscheidende Fehler im Spielaufbau der Berliner führte dann zum Eigentor von Nadine Böhi, das den Kölnerinnen die Führung sicherte.
Nach der Halbzeitpause erhöhten die Kölnerinnen den Druck und erzielten schnell das 2:0 durch Pauline Bremer. Union Berlin versuchte, zurück ins Spiel zu finden, konnte jedoch keine nennenswerten Chancen nutzen. Ein Schuss von Nele Bauereisen wurde im letzten Moment geblockt, während Kölns Lisa Schmitz sich bei einem Konter auszeichnen konnte.
Schlussphase und Fazit
In der Schlussphase der Partie sorgte Lydia Andrade mit ihrem Treffer zum 3:0 für die endgültige Entscheidung. Die Kölnerinnen blieben auch in dieser Begegnung defensiv stabil und haben nun seit 315 Minuten kein Gegentor mehr kassiert. Die „Geißböcke“ zeigen sich in der laufenden Saison in bestechender Form, während Union Berlin weiterhin auf den ersten Punktgewinn wartet.
- Union Berlin sieht in Gegentoren ein Problem: «Wir geben zu viel her“
- Erwartung steigt: Ein Highlight der Saison steht vor der Tür
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Quellen: dfb, NDR, Tagesspiegel
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