Leon Goretzka: Vereinslos und im Schatten der Öffentlichkeit
Seit dem Sommer ist Leon Goretzka ohne Verein und die Gerüchte um seine Zukunft scheinen sich in Luft aufgelöst zu haben. Der 31-jährige Nationalspieler erhielt keinen neuen Vertrag beim FC Bayern München, was Fragen zu seinen nächsten Schritten aufwirft.
In den sozialen Medien ist es auffällig ruhig um Goretzka geworden. Auf seinem Instagram-Profil gibt es seit Wochen keinen neuen Beitrag mehr. Der ehemalige Star des FC Bayern, der nun offiziell vereinslos ist, hat sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Die Gerüchteküche, die früher um ihn brodelte, ist verstummt. Es bleibt unklar, ob hinter verschlossenen Türen Gespräche stattfinden.
Die Transferberichterstattung hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Während früher Informationen oft im Verborgenen blieben, sind heute zahlreiche Medien und Plattformen aktiv, die Gerüchte verbreiten und analysieren. Dennoch bleibt es um Goretzka still, was in der Vergangenheit nicht der Fall war. Er wurde mit namhaften Klubs wie dem FC Barcelona, Arsenal, Juventus Turin, AC Mailand, SSC Neapel und Atlético Madrid in Verbindung gebracht.
Hohe Gehaltsforderungen als Hindernis
Die Berichterstattung über Goretzka hat sich in letzter Zeit jedoch auf weniger schmeichelhafte Aspekte konzentriert. Medienberichten zufolge sollen zu hohe Gehaltsforderungen des Spielers ein Hindernis bei möglichen Transfers darstellen. Goretzka soll ein Jahresgehalt von sieben Millionen Euro netto sowie ein Handgeld von etwa zehn Millionen Euro gefordert haben. Zum Vergleich: Bei Bayern verdiente er zuletzt 13 Millionen Euro brutto.
Ein Wechsel zurück zu seinem Heimatverein VfL Bochum wurde ebenfalls diskutiert, jedoch scheint der Klub nicht über die finanziellen Mittel zu verfügen, um Goretzkas Ansprüche zu erfüllen. Der Bedarf an einem Spieler wie ihm ist zwar vorhanden, doch die finanziellen Rahmenbedingungen stehen dem entgegen.
Enttäuschung bei der WM
Bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada wollte Goretzka sich eigentlich ins beste Licht rücken. Doch die deutsche Nationalmannschaft enttäuschte erneut und Goretzka kam nur zu drei Kurzeinsätzen. Die Rolle, die ihm Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann im März noch zugedacht hatte, wurde ihm entzogen. Diese Degradierung soll Goretzka nicht gut gefallen haben, was zu einer Abkapselung und schlechter Laune geführt haben soll.
Die Situation eskalierte während des entscheidenden Elfmeterschießens im Sechzehntelfinale gegen Paraguay, als Goretzka frustriert abwinkte. Der Ausgang des Spiels ist bekannt: Jonathan Tah, der letzte Schütze, setzte den Ball über das Tor.
Zukunftsperspektiven ungewiss
Leon Goretzka galt während seiner Zeit beim FC Bayern als Musterprofi. Auch in seiner letzten Saison akzeptierte er seine Rolle als Backup hinter Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic. Trainer Vincent Kompany betonte bei Goretzkas Abschied, dass er immer ein wichtiger Spieler war und seine Professionalität unter Beweis stellte. Dennoch hat dies nicht zu einem neuen Vertrag geführt.
Vor der enttäuschenden WM war Goretzka optimistisch und äußerte den Wunsch, im Ausland weiterhin auf hohem Niveau zu spielen. Ein Angebot von Chicago Fire aus der MLS lehnte er ab, da er auf der Suche nach einer „schönen“ neuen Herausforderung ist. Ob sich diese Suche bald erfüllt, bleibt abzuwarten, insbesondere nachdem der Klub Robert Lewandowski verpflichtet hat, einen ehemaligen Bayern-Kollegen.
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Quellen: n-tv
Bildquelle: Rufus46 via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
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