Das Engagement von Marie-Louise Eta beim 1. FC Union Berlin hat die Aufmerksamkeit der FIFA auf sich gezogen. Der internationale Verband formulierte in seinem Schreiben nahezu identische Worte wie ein anderer Trainer.
Berlin/Zürich – Seit der Bekanntgabe von Marie-Louise Etas Ernennung als Trainerin der Herrenmannschaft von Union Berlin hat sich viel ereignet. Jeder ihrer Schritte als erste Trainerin in der Männer-Bundesliga wird von den Medien genauestens verfolgt. Ob dies aus dem Wunsch heraus geschieht, historische Momente festzuhalten, oder um mögliche Fehler zu dokumentieren, bleibt unklar. Eines ist jedoch sicher: Das Interesse an ihrer Person ist ungebrochen, was nun auch die FIFA veranlasst hat, sich zu äußern.
Die Cheftrainerin von Union, Marie-Louise Eta, erhielt einen persönlichen Brief von der FIFA.
„Ihre Ernennung als Cheftrainerin in einer Spitzenposition bei den Männern bringt das Spiel insgesamt nach vorne und sendet ein starkes Signal an viele andere Mädchen und Frauen in der ganzen Welt“,
schrieb Jill Ellis, Chief Football Officer der FIFA und ehemalige Nationaltrainerin der US-Frauen.
Der Brief der zweifachen Weltmeisterinnen-Trainerin (2015 und 2019) ist sehr persönlich gehalten:
„Die erste Cheftrainerin in einer der Top-Fünf Männerligen Europas zu werden, ist nicht nur ein bedeutender Erfolg für dich persönlich – es ist auch ein Beleg für deine harte Arbeit.“
Zudem lobte Ellis die Rolle des 1. FC Union Berlin in diesem Kontext.
Ellis betonte auch die Vorbildfunktion, die Eta nun für Mädchen und junge Frauen einnehmen kann. In dieser Hinsicht äußerte sie sich ähnlich wie Bayern-Trainer Vincent Kompany, der sich vor dem Champions-League-Viertelfinale gegen Real Madrid Zeit nahm, um ausführlich auf eine Frage zu Etas Beförderung bei Union zu antworten und ihr viel Erfolg wünschte.
Ob Eta im Saisonendspurt bei Union Berlin einen neuen Impuls setzen und die Eisernen zu einem Schritt in Richtung vorzeitigen Klassenerhalt führen kann, wird sich am Samstagnachmittag (18. April) zeigen. Um 15.30 Uhr erfolgt in der Alten Försterei der Anpfiff gegen den Abstiegskandidaten VfL Wolfsburg. Derzeit liegen die Eisernen sieben Punkte vor den Wölfen, die auf Rang 17 immer näher an die Rote Laterne rücken.
Bildquelle: Echo Media Group / Union Berlin