Die Trennung von Steffen Baumgart als Trainer von Union Berlin wirft Fragen auf. Besonders irritierend war für Baumgart die Art und Weise, wie die Entscheidung getroffen wurde.
Nach der enttäuschenden 1:3-Niederlage gegen den 1. FC Heidenheim, dem Tabellenletzten, wurde die Entscheidung über Baumgarts Zukunft getroffen. Horst Heldt, der Manager des Vereins, erklärte: „Der Auftritt war kraftlos, ideenlos. Die Entwicklung ist entscheidend gewesen.“ Diese Worte verdeutlichen die Unzufriedenheit mit der sportlichen Leistung des Teams.
Marie-Louise Eta übernimmt die Verantwortung
Mit der Beurlaubung von Baumgart hat Union Berlin eine historische Entscheidung getroffen. Am kommenden Samstag wird Marie-Louise Eta (34) als erste Frau in der Geschichte der Männer-Bundesliga ihr Debüt als Cheftrainerin geben. Ihr Ziel ist es, die Mannschaft in der restlichen Rückrunde zu stabilisieren und den Klassenerhalt zu sichern. „Wir erhoffen uns durch den Trainerwechsel eine neue Energie“, so Heldt.
Eta, die zuvor als U19-Trainerin tätig war und bereits als Co-Trainerin bei den Profis arbeitete, bringt eine beeindruckende Spielerkarriere mit. Sie gewann mit Turbine Potsdam dreimal die Meisterschaft und 2010 die Champions League. Ihr Vorbild ist Pep Guardiola (55), dessen Detailarbeit und Spielidee sie bewundert.
Baumgarts Vertrag und die Suche nach einem Nachfolger
Die sportliche Situation ist angespannt: Mit nur neun Punkten aus zwölf Rückrundenspielen belegt Union derzeit den 16. Platz. Trotz einer Vertragsverlängerung zu Jahresbeginn erhielt Baumgart keine weitere Chance. Sein Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2027, und er wird bis dahin weiterhin bezahlt. Sollte ein anderer Klub Interesse an Baumgart zeigen, könnte er ohne Ablöse wechseln.
Die Suche nach einem neuen Trainer für die Zukunft läuft bereits. Ein möglicher Kandidat ist Christian Eichner (43) vom Karlsruher SC, mit dem bereits Kontakt besteht. Doch zunächst liegt der Fokus auf Etas bevorstehendem Debüt und dem Kampf um den Klassenerhalt.
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