Nach achteinhalb prägenden Jahren an der Alten Försterei hat Oliver Ruhnert seinen Abschied von Union Berlin verkündet. Der langjährige Geschäftsführer und Chefscout war maßgeblich an den größten Erfolgen des Vereins beteiligt, darunter der Aufstieg in die Bundesliga und die erstmalige Qualifikation für die Champions League.
Key Takeaways
- Oliver Ruhnert verlässt Union Berlin nach achteinhalb Jahren.
- Er war maßgeblich am Aufstieg und den europäischen Erfolgen des Vereins beteiligt.
- Ruhnert war zunächst Chefscout und später Geschäftsführer, bevor er auf eigenen Wunsch wieder Chefscout wurde.
- Der Verein bedankt sich für seinen Einsatz und heißt ihn "jederzeit herzlich willkommen".
Ende einer Ära bei Union Berlin
Oliver Ruhnert, eine Schlüsselfigur in der jüngeren Geschichte des 1. FC Union Berlin, wird den Verein verlassen. Nach achteinhalb Jahren, die von zahlreichen Erfolgen gekrönt waren, gehen der 53-Jährige und die "Eisernen" getrennte Wege. Dies gab der Klub am Mittwoch in einer offiziellen Mitteilung bekannt.
Ruhnert stieß im Sommer 2017 als Chefscout zu Union und übernahm ein Jahr später die Position des Geschäftsführers. In seiner Amtszeit erlebte der Verein einen beispiellosen Aufschwung: Der Aufstieg in die Bundesliga, gefolgt von Teilnahmen an der Conference League, der Europa League und schließlich der Königsklasse im Jahr 2023, prägten diese Ära.
Dankbarkeit und Ausblick
Union-Präsident Dirk Zingler äußerte sich dankbar für Ruhnerts Engagement: "Der sportliche Weg unserer Männermannschaft seit 2018 hat unserem Klub einen gewaltigen Entwicklungsschub beschert. Oliver Ruhnert hatte daran einen wichtigen Anteil, und wir sind ihm sehr dankbar für seinen Einsatz in all den Jahren." Zingler betonte die intensive und leidenschaftliche Zusammenarbeit und wünschte Ruhnert für seine Zukunft alles Gute. "Er ist an der Alten Försterei jederzeit herzlich willkommen", fügte er hinzu.
Ruhnert selbst blickte auf eine "Lebensabschnitt" zurück, von dem er 2017 nicht zu träumen gewagt hätte. Er hob die gemeinsam erzielten Erfolge hervor, die für viele unvorstellbar waren und die niemand nehmen könne.
Ruhnerts Rolle und Rückkehr zur Scouting-Position
Nach dem Klassenerhalt in der Saison 2023/24 kehrte Ruhnert auf eigenen Wunsch auf die Position des Chefscouts zurück und unterstützte seinen Nachfolger Horst Heldt bei der Kaderplanung. Zuvor hatte er zeitweise sein Amt ruhen lassen, um sich erfolglos um ein Bundestagsmandat für das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) zu bewerben.