In einer überraschenden Wendung des Basketball-Bundesliga-Spitzenspiels hat Alba Berlin den amtierenden Meister Bayern München mit 67:61 besiegt. Nach einer starken ersten Halbzeit und einer furiosen Aufholjagd in der Schlussphase sicherten sich die Berliner den wichtigen Heimsieg in der Uber Arena.
Schlüsselmomente des Spiels
- Alba Berlin zeigte eine starke Leistung über das gesamte Spiel.
- Der junge Nevio Bennefeld war ein herausragender Akteur für Alba.
- Bayern München kämpfte mit Ballverlusten und mangelnder Intensität.
- Ein starkes Schlussviertel sicherte Alba den Sieg.
Alba Berlin von Beginn an konzentriert
Alba Berlin startete konzentriert und mutig in die Partie. Die Mannschaft spielte schnell und fand gute Abschlüsse, während die Münchner zunächst Schwierigkeiten hatten, ihre gewohnte Intensität auf das Parkett zu bringen. Auffällig war die Leistung des erst 18-jährigen Alba-Youngsters Nevio Bennefeld, der beeindruckend präsent agierte. Trotz einiger liegen gelassener Dreier auf beiden Seiten führte Alba das Spiel mit schnellen Angriffen und guter Ballbewegung an. Die Bayern, die mit auffällig vielen Ballverlusten zu kämpfen hatten, zogen früh eine Auszeit.
Temporeiche Albatrosse trotzen Abgang
Der überraschende Abgang von Topscorer Boogie Ellis unter der Woche schien Alba Berlin gut weggesteckt zu haben. Das Spiel blieb im zweiten Viertel zunächst ausgeglichen. Während die Münchner weiterhin mit Fehlwürfen und Ballverlusten haderten, agierten die Berliner temporeich und sicherer. Alba-Coach Pedro Calles konnte mit der Leistung seiner Mannschaft gegen den Meister zufrieden sein. Die Bayern fanden zwar besser in ihren Rhythmus, doch Alba behielt bei Hustle Plays und Steals die Oberhand. Mit einer knappen 38:35-Führung für Bayern ging es in die Halbzeitpause.
Bayern München kämpft sich zurück, Alba kontert
Nach der Halbzeitpause fand Alba Berlin zunächst gut zurück ins Spiel und holte sich durch einen Dreier von Malte Delow die Führung zurück. Daraufhin starteten die Münchner jedoch einen 8-Punkte-Lauf, was Alba-Coach Calles zu einer Auszeit veranlasste, um den Fokus auf die Rebounds zu legen. Bayern wurde aufmerksamer und zielstrebiger, während Alba nun vermehrt Ballverluste verzeichnete. Die Münchner Defensive stand plötzlich exzellent, und nach dem dritten Viertel lag Bayern mit 52:44 in Führung.
Verrücktes letztes Viertel sichert Alba den Sieg
Das letzte Viertel war geprägt von Fehlern und Ungenauigkeiten auf beiden Seiten. Knapp sechs Minuten vor Schluss brachte Jack Kayil die Halle mit einem sehenswerten Dreier zum Ausrasten und verkürzte auf 52:55. Das Momentum kippte komplett zugunsten der Gastgeber, die sogar erneut die Führung übernahmen. In den wilden Schlussminuten zeigte Jack Kayil erneut seine Kaltschnäuzigkeit, versenkte mehrfach entscheidende Würfe und sicherte Alba Berlin damit den sensationellen 67:61-Sieg gegen den amtierenden Deutschen Meister.