Am kommenden Samstag trifft der FC Bayern auf Union Berlin, und ein besonderer Fan wird im Stadion sein: Udo Kienast, bekannt als "Kutten-Kini". Dieser aus Königs Wusterhausen stammende Bayern-Anhänger hat eine einzigartige Verbindung zu beiden Vereinen, die über die reine Fanliebe hinausgeht.
Ein ungewöhnlicher Fan
Udo Kienast, liebevoll "Kutten-Kini" genannt, ist ein Urgestein der Bayern-Fanszene. Seit seinem sechsten Lebensjahr schlägt sein Herz für den FC Bayern München. Die 600 Kilometer von seiner Heimat südlich von Berlin bis nach München legt er regelmäßig zurück, um seine Mannschaft bei Heimspielen zu unterstützen. Er ist Mitglied und besucht "75 bis 95 Prozent aller Heimspiele" in München.
- Kienast ist seit zehn Jahren Mitglied beim FC Bayern.
- Er reist regelmäßig 600 Kilometer zu den Heimspielen.
- Seine "Bayern-Kutte" ist sein Markenzeichen.
Die Verbindung zu Union Berlin
Obwohl Kienast ein glühender Bayern-Fan ist, hat er auch eine tiefe Verbundenheit zu Union Berlin. Aufgewachsen in der DDR, war Union für ihn "DER Verein", ein Gegenpol zum BFC Dynamo. Er erinnert sich gerne an die Zeit, als er als Jugendtrainer seine Mannschaften fragte, ob sie lieber eine Weihnachtsfeier machen oder zu Union gehen wollten – die Antwort war stets eindeutig.
Er schätzt die "Kultigkeit" und den "Dorfverein"-Charakter von Union, das Gefühl des Zusammenhalts und die offene Atmosphäre im Stadion an der Alten Försterei. Sogar bei der Eröffnungsfeier des modernisierten Unioner Stadions wurde er gesehen, wie er seine Bayern-Kutte trug und gleichzeitig einen Union-Schal um den Hals hatte.
"Familie und Zusammenhalt" als verbindendes Element
Kienast sieht Parallelen zwischen den beiden Vereinen, auch wenn die Voraussetzungen "ganz anders" sind. "Familie und Zusammenhalt gibt es in beiden Clubs", betont er. Diese Werte leben er und beide Vereine auf ihre Weise.
Auch wenn es keine "dicke Fanfreundschaft" gibt, so besteht doch ein "offenes Verhältnis". Kienast mag die bayerische Gemütlichkeit, Bier und Wurst, aber seine Heimat bleibt Berlin. Er freut sich auf das Spiel am Samstag, bei dem er seine Bayern anfeuern wird, und plant im Anschluss wieder seine kultigen Video-Analysen auf YouTube zu veröffentlichen. Sein Wunsch für die Saison: Bayern soll Erster werden und Union im gesicherten Mittelfeld landen.