Oliver Burke (28) wird am Samstag (15:30 Uhr, Sky) gegen Borussia Mönchengladbach als Einzelstürmer auflaufen. Da der Stammspieler Andrej Ilić (25) aufgrund einer Gelbsperre ausfällt, erhält Burke eine wichtige Chance, die er dringend nutzen muss.
Seine Saison begann vielversprechend mit einem Dreierpack beim 4:3-Sieg gegen Eintracht Frankfurt. Seitdem hat er jedoch nur einen weiteren Treffer in den letzten 18 Spielen erzielt. Zuletzt stand er im Oktober in der Startelf. Trainer Steffen Baumgart (58) äußerte sich vor dem Duell gegen Gladbach: „Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit werden wir mit einem Einzelstürmer beginnen. Oliver Burke ist der heißeste Kandidat dafür. Alles andere muss ich nicht erklären.“
Baumgarts Einschätzung zu Burkes Situation
Die Worte Baumgarts klingen nicht gerade nach einer Liebeserklärung. Er führt aus: „Erstens haben wir nicht viele Alternativen. In der Zentrale ist er einer, der die körperlichen Voraussetzungen, die Geschwindigkeit und die Erfahrung mitbringt. Daher stellt sich für mich nicht die Frage nach dem Warum – zumal die Alternativen auf dieser zentralen Position nicht wirklich vorhanden sind.“ Dies erinnert an die Situation von Ex-FCM-Profi Burcu, der ebenfalls in einer ähnlichen Lage war.
Baumgart kennt den Druck, der auf einem Stürmer lastet, besonders gut. Als „Tiger von Köpenick“ wurde er zur Legende bei Union und erzielte 22 Tore in 68 Spielen. Er ist sich bewusst, dass bei Union auch Verteidiger und Mittelfeldspieler häufig treffen: 14 Tore stammen von ihnen, während die Stürmer 15 Tore erzielt haben. Diese nahezu ausgeglichene Bilanz ist eher ungewöhnlich. Ein Beispiel für den Erfolg des Teams ist der Testspiel-Erfolg unter Baumgart.
Der Rat des Trainers an Burke
Baumgart gibt Burke den Rat, sich nicht von der Ladehemmung entmutigen zu lassen: „Ich weiß, was in Stürmern vorgeht. Wir können Spiele nur gewinnen, wenn wir Tore erzielen – dafür sind Stürmer da. Wenn das nicht so gut läuft, hat das Auswirkungen auf die Psyche. Ein Vorteil ist, wenn du aufs Tor schießt und dorthin gehst, wo es wehtut. Und zusätzlich hast du einen Trainer, der dir dabei helfen kann. Ich bin überzeugt, dass er diesen hat.“ Dies ist besonders wichtig, da Union Berlin auf vielversprechende Talente setzt, die das Team in Zukunft stärken könnten.
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