Trotz eines frühen Führungstreffers und einer kämpferisch starken Leistung musste sich Union Berlin am Ende mit 1:4 dem VfL Wolfsburg geschlagen geben. Ein sehenswertes Tor von Antonia Halverkamps brachte die Köpenickerinnen in Führung, doch die spielerische Überlegenheit der Wolfsburgerinnen setzte sich in der zweiten Halbzeit durch.
Ein Tor für die Geschichtsbücher
In der ersten Halbzeit bot Union Berlin dem Favoriten aus Wolfsburg Paroli. Mit einer disziplinierten Defensivleistung und großem Einsatz gelang es den Gastgeberinnen, die spielerische Klasse des VfL lange Zeit zu neutralisieren. Der Lohn für die Anstrengungen folgte in der 22. Minute: Antonia Halverkamps zirkelte einen Eckball direkt ins Tor – ein Treffer, der zweifellos Anwärter auf das Tor des Monats ist und die Alte Försterei zum Jubeln brachte.
- Union Berlin ging durch ein direkt verwandelten Eckball von Antonia Halverkamps in Führung.
- Die Mannschaft zeigte eine starke kämpferische Leistung und hielt Wolfsburg lange Zeit vom Tor fern.
Wolfsburg dreht die Partie
Nach der Halbzeitpause erhöhte Wolfsburg den Druck. Union-Torhüterin Cara Bösl zeigte einige starke Paraden, musste aber in der 57. Minute den Ausgleich durch Lena Lattwein hinnehmen. Kurz darauf verletzte sich Bösl bei einer Rettungsaktion und musste ausgewechselt werden. Dieser Umstand schwächte die Berlinerinnen sichtlich. In der Schlussphase nutzte Wolfsburg die sich bietenden Räume und erhöhte durch Smilla Vallotto und Ella Peddemors auf 1:4.
Personalnot bei Union
Die Niederlage wurde für Union Berlin durch die angespannte Personalsituation zusätzlich erschwert. Trainer Ailien Poese musste auf zahlreiche Spielerinnen verzichten, darunter auch Neuzugang Marina Georgieva, deren Verpflichtung erst kurzfristig erfolgte. Trotz der Ausfälle zeigte das Team eine bemerkenswerte Moral und kämpfte bis zum Schluss aufopferungsvoll gegen einen der Top-Vereine der Liga.