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Union Berlins Frauen: Steckt der Aufsteiger in einer Mini-Krise?

Nach einem vielversprechenden Saisonstart steckt der 1. FC Union Berlin im Frauenfußball offenbar in einer schwierigen Phase. Vier Niederlagen in Serie, darunter das überraschende Pokal-Aus…

Union Berlins Frauen: Steckt der Aufsteiger in einer Mini-Krise?

Nach einem vielversprechenden Saisonstart steckt der 1. FC Union Berlin im Frauenfußball offenbar in einer schwierigen Phase. Vier Niederlagen in Serie, darunter das überraschende Pokal-Aus gegen Jena, werfen Fragen auf. Trainerinnen und Verantwortliche weisen den Krisenbegriff jedoch zurück und verweisen auf Verletzungen und starke Gegner.

Key Takeaways

  • Vier Niederlagen in Folge überschatten den Saisonstart von Union Berlins Frauen.
  • Das unerwartete Ausscheiden im DFB-Pokal gegen Jena verschärft die Situation.
  • Zahlreiche Verletzungen und eine Torflaute belasten das Team.
  • Trotz der jüngsten Ergebnisse wollen Verantwortliche von einer Krise nichts wissen.

Das Pokal-Aus und die Serie von Niederlagen

Die Frauen des 1. FC Union Berlin sind überraschend im Achtelfinale des DFB-Pokals ausgeschieden. Gegen den Tabellenvorletzten Carl Zeiss Jena setzte es eine Niederlage, die Trainerin Ailien Poese als "unnötig" und "maßlosen Ärger" bezeichnete. Diese Niederlage war bereits die vierte in Serie wettbewerbsübergreifend. In den letzten zweieinhalb Wochen kassierte Union damit mehr Niederlagen als in den beiden Saisons zuvor zusammen. Diese Serie lässt die Frage nach einer "kleinen Krise" aufkommen, auch wenn die Verantwortlichen dies entschieden zurückweisen.

Große Gegner und personelle Sorgen

Ein Grund für die jüngsten Schwierigkeiten liegt in den starken Gegnern, gegen die Union zuletzt antrat. Neben dem Pokal-Aus gegen Jena musste sich das Team auch den Bundesligisten FC Bayern, VfL Wolfsburg und Werder Bremen geschlagen geben. Diese Vereine gehören zur Spitze der Liga, gegen die Union noch als Außenseiter gilt. "Natürlich sind die Niederlagen ärgerlich, aber wir wollten alle auf diesem Niveau spielen", erklärt Geschäftsführerin Jennifer Zietz. Hinzu kommen erhebliche personelle Probleme. Mitunter fehlten bis zu acht Spielerinnen gleichzeitig, darunter Schlüsselspielerinnen wie Hannah Eurlings und Anna Aehling. Diese Ausfälle erschweren die Eingespieltheit und erfordern ständige Umstellungen im Team.

Offensivprobleme und mangelnde Konsequenz

Die Verletzungsmisere hat auch zu offensiven Problemen geführt. In den letzten vier Spielen erzielte Union nur ein einziges Tor. Gegen Jena musste zudem kurzfristig Stürmerin Eileen Campbell verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Die Mannschaft um Dina Orschmann zeigte sich offensiv zu wenig durchschlagskräftig. Zietz bemängelt eine "ungenügende Präsenz" und ein "gedanklich ein bisschen zu langsames" Spiel. Orschmann selbst sprach von fehlender Präzision und mangelnder Konsequenz, insbesondere bei den Torabschlüssen, von denen zwei gegen Jena am Aluminium landeten.

Blick nach vorn: Klassenerhalt und mehr

Trotz der jüngsten Rückschläge hat Union Berlin nach zehn Spielen zehn Punkte auf dem Konto und dürfte mit dem Abstieg wenig zu tun haben. Die Ansprüche des Aufsteigers gehen jedoch über den reinen Klassenerhalt hinaus. Das Ziel ist es, "eine gute Rolle" in der Bundesliga zu spielen. Mit wiedergenesenem Personal und mehr Automatismen im Spiel ist dieses Ziel durchaus erreichbar. Der nächste Schritt soll ein Sieg gegen den Hamburger SV am Freitagabend sein, um die Negativserie zu beenden.

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