Nach der 0:1-Niederlage von Union Berlin gegen Werder Bremen kam es zu einem unschönen Nachspiel. Eine kleine Gruppe von Union-Anhängern wurde von der Rückreise im gebuchten Fanbus ausgeschlossen. Die Fan-Vereinigung "Eiserner V.I.R.U.S. e.V." distanzierte sich entschieden von den Vorfällen und nannte die Gründe für den Ausschluss.
Wichtige Erkenntnisse
- Eine geringe Anzahl von Union-Fans wurde von der Rückreise ausgeschlossen.
- Die Gründe waren exzessiver Alkoholkonsum, das Abspielen des "Sylt-Liedes" und rassistische Beleidigungen.
- Die Fan-Vereinigung "Eiserner V.I.R.U.S. e.V." verurteilt das Verhalten und schließt die Verantwortlichen von zukünftigen Fahrten aus.
Ausschluss von der Rückreise
Nach der Auswärtsniederlage in Bremen durften einige Anhänger von Union Berlin nicht in den eigens gebuchten Reisebus steigen. Die Fan-Vereinigung "Eiserner V.I.R.U.S. e.V.", die seit 25 Jahren Auswärtsfahrten für den Verein organisiert, traf diese Entscheidung. Laut der Vereinigung handelte es sich um weniger als zehn Personen, die "deutlich über die Stränge geschlagen" hätten.
Gründe für den Ausschluss
Die Fan-Vereinigung nannte auf ihrer Facebook-Seite die Gründe für den Ausschluss. Dazu zählten "exzessiver Alkoholgenuss, das Abspielen des sogenannten ‚Sylt-Liedes‘ sowie rassistische Beleidigungen gegen unseren Busfahrer". Das "Sylt-Lied", eine abfällige Version von Gigi D’Agostinos Hit "L’amour toujours", wurde erstmals auf Sylt für rechtsradikale Sprechchöre missbraucht.
"Nicht tolerierbares Verhalten"
"Ein solches Verhalten unter Unionern werden wir nicht tolerieren", betonte die Fan-Vereinigung. Den betroffenen Personen seien bereits bei früheren Fahrten "Verwarnungen" ausgesprochen worden. Um die Verbreitung von "Halbwahrheiten und falschen Darstellungen" zu vermeiden, habe man sich entschlossen, die Vorfälle öffentlich zu machen. Die Verantwortlichen baten "alle echten Unioner, die mit uns gefahren sind, um Entschuldigung für diese Vorfälle" und stellten klar: "Wir wollen Spaß, aber kein asoziales Verhalten!"
Historie von Fan-Vorfällen
Die Union-Fans sind für ihre Reisefreudigkeit bekannt, doch es gab in der Vergangenheit auch negative Schlagzeilen. Dazu zählen Fan-Ausschreitungen in Malmö und Rotterdam sowie antisemitische Beleidigungen gegenüber Anhängern von Maccabi Haifa.