Nach fast achteinhalb Jahren, in denen Oliver Ruhnert maßgeblich am märchenhaften Aufstieg des 1. FC Union Berlin beteiligt war, schlägt der langjährige Manager nun ein neues Kapitel auf. Ruhnert wird nach seinem Abschied aus Köpenick Generalsekretär der Partei Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Dies wurde nun offiziell bestätigt, nachdem er zuvor im Scouting für die "Eisernen" tätig war.
Wichtige Erkenntnisse
- Oliver Ruhnert verlässt Union Berlin nach über acht Jahren.
- Er wird Generalsekretär des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW).
- Ruhnert betont, dass er Union nie freiwillig für einen anderen Fußballklub verlassen hätte.
- Sein Engagement im BSW ist ein lang gehegter Wunsch, Politik auszuprobieren.
- Spekulationen über eine Rückkehr zu Schalke 04 sind damit vom Tisch.
Ruhnerts Beweggründe für den Wechsel
Ruhnert äußerte sich gegenüber BILD zu seinem überraschenden Schritt: "Ich hätte Union nie freiwillig für einen anderen Klub verlassen, wollte aber die Möglichkeit nutzen, noch einmal was ganz anderes im Leben zu probieren, das mir auch seit vielen Jahren sehr am Herzen liegt – Politik." Damit räumt er auch endgültig alle Gerüchte über mögliche Angebote anderer Fußballvereine aus, insbesondere über eine Rückkehr zu seinem Ex-Klub Schalke 04, wo er zuvor in verschiedenen Funktionen tätig war.
Der Weg zum BSW
Die Zusammenarbeit zwischen Ruhnert und Union Berlin endete erst vor Kurzem einvernehmlich. Ruhnert erklärte dazu: "Da das Datum des Bundesparteitags festgelegt ist, war klar, dass es vorher eine finale Entscheidung geben muss. Ich habe immer probiert, meine berufliche Tätigkeit und mein politisches Engagement bestmöglich voneinander zu trennen." Im Sommer 2024 hatte Ruhnert seinen Managerposten bei den "Eisernen" an Horst Heldt übergeben und sein Amt als Scout zeitweise ruhen lassen, um im Februar 2025 mit dem BSW in den Bundestag einzuziehen. Obwohl diese Wahl knapp scheiterte, startet Ruhnert nun einen neuen Versuch, diesmal möglicherweise an der Parteispitze als Generalsekretär.