Die Entscheidung von Union-Trainer Steffen Baumgart (54) sorgt für Aufregung unter den Fans der Eisernen. Stanley Nsoki (26) war beim Heimspiel gegen St. Pauli (1:1) überraschend nicht im Kader, obwohl er fit war. Der Leihspieler von Hoffenheim hatte zwar in der Woche zuvor aufgrund leichter Beschwerden Teile des Trainings verpasst, doch Baumgart stellte nach dem Spiel klar, dass die Nicht-Nominierung keine Vorsichtsmaßnahme war, sondern eine Entscheidung basierend auf der Leistung.
Baumgart erklärte: „Es gibt Entscheidungen, die der Trainer trifft, zum Beispiel wer im Kader ist und wer nicht im Kader ist. Ganz eindeutig, er war einsatzbereit. Meine Entscheidung war trotzdem, dass er nicht im Kader ist.“
Diese Aussage lässt keinen Raum für Zweifel.
Stanley Nsoki war zuvor regelmäßig in der Startelf und kann auf 12 Bundesliga-Einsätze, ein Tor und zwei Vorlagen zurückblicken. Dennoch konnte er seine Chancen nicht optimal nutzen. Immer wieder zeigte er Unsicherheiten und war fehleranfällig. Dies begann mit einem verschuldeten Elfmeter in Gladbach und setzte sich fort mit einer schwachen Leistung beim 0:4 in München. Die Rückkehr von Diogo Leite (27) nach einer Oberschenkelverletzung verschärft die Situation zusätzlich. Umso überraschender ist es, dass Nsoki nicht einmal mehr auf der Bank Platz findet.
Der Franzose war im Sommer 2025 auf Leihbasis zu Union gewechselt. Zu seinem Wechsel äußerte er sich damals mit den Worten: „Ich habe das Gefühl, dass ich hier mit meiner Spielweise zum Erfolg des Teams beitragen kann. Für mich ist das der richtige Schritt, um mich in einem besonderen Umfeld weiterzuentwickeln und alles für den Erfolg der Mannschaft zu geben.“
Jetzt findet er sich jedoch nicht einmal im Kader wieder. Eine feste Verpflichtung im Sommer erscheint nach der aktuellen Situation schwer vorstellbar. Baumgarts Entscheidung sendet ein klares Signal: Nach dem Kader-Aus scheint es, als hätte Nsoki seine Chance bereits vergeben. Ihm bleibt nur wenig Zeit, um sich doch noch eine Zukunft in Köpenick zu erarbeiten.
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