Die Union-Frauen mussten sich zum Saisonauftakt gegen Inter Mailand mit 0:1 geschlagen geben.
„Mamma mia, die Partie zeigt: Vor Eta und dem Team liegt noch Arbeit“,
sagte der Präsident des 1. FC Union Berlin, Dirk Zingler, nach dem Spiel. Trotz der Niederlage waren die Fans in der Alten Försterei zahlreich vertreten und unterstützten ihr Team bis zum Schluss.
Enttäuschender Saisonstart für die Union-Frauen
In der vergangenen Woche konnte das Männerteam von Union Berlin in einem Testspiel gegen Calcio Cagliari ein Unentschieden (2:2) erzielen. Im Gegensatz dazu verlief die Saisoneröffnung des Frauenteams weniger erfolgreich. Unter der Leitung von Trainerin Marie-Louise Eta (35) musste sich die Mannschaft gegen die italienischen Gäste geschlagen geben.
Mit 5.236 Zuschauern war die Unterstützung der Fans jedoch stark. Zum Vergleich: Im Testspiel der Männer waren 8.825 Zuschauer anwesend. Union Berlin hat sich in der vergangenen Saison als Spitzenreiter im deutschen Frauenfußball etabliert und knackte die 100.000 Zuschauer-Marke.
Neuzugänge und Chancenverwertung
Die Union-Frauen konnten im Spiel gegen Inter zahlreiche Chancen herausspielen, belohnten sich jedoch nicht. Ein frühes Tor der Italienerinnen, erzielt durch Raphino nach einem Freistoß, entschied die Partie.
„Ich habe heute gemerkt, in der Alten Försterei ist eine besondere Stimmung“,
äußerte sich Neuzugang Jella Veit (21) nach dem Spiel. Sie blickt optimistisch auf das kommende Duell gegen Bayern München am 21. August.
Zinglers Warnung zur Professionalisierung
Dirk Zingler, der als einer der größten Förderer des Frauenfußballs gilt, äußerte sich besorgt über die zukünftige Entwicklung der Liga. Ab der Saison 2027/28 wird die neu gegründete Frauen-Bundesliga den Profi-Frauenfußball in Deutschland leiten. Zingler betont die Notwendigkeit dieser Veränderungen:
„Wir müssen uns gegenüber dem englischen, amerikanischen und französischen Frauenfußball behaupten. Wir merken jetzt schon, dass die Top-Frauen Deutschland verlassen.“
Er fordert eine schnellere Professionalisierung, um die Talente im Land zu halten.
Aufstellung der beiden Teams
- 1. FC Union Berlin: Böhi (72. Smolarczyk) – Janssens (87. Heikkinen), Tysiak, Steuerwald (87. Skaara Helgesen), Schneider (72. Steinert) – Gräwe (60. Weidauer), Veit (87. Halverkamps) – Bauereisen (60. Reissner), Kamber, Egli (72. Weiß) – Heiseler (72. Campbell)
- Inter Mailand: Runarsdottir – Bartoli, Milinkovic (55. Van Diemen), Andres Sanz, Schough (55. Detruyer) – Tomasevic (82. Santi), Magull (76. Vilhjalmsdottir), Glionna, Bugeja (55. Robustellini), Tomaselli (55. Polli) – Raphino
Die Union-Frauen stehen nun vor der Herausforderung, ihre Leistung zu steigern, um im kommenden Spiel gegen Bayern München besser abzuschneiden.
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Quellen: Bild, rbb24, t-online
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