Jürgen Klopp und DFB: Fortschritte in den Verhandlungen um den Bundestrainer-Posten
Am Flughafen John F. Kennedy in New York fand ein entscheidendes Treffen zwischen Jürgen Klopp und den Führungskräften des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) statt. In einem mehr als vierstündigen Austausch wurden wichtige Punkte für einen möglichen Vertrag besprochen, wie der DFB bestätigte.
Die DFB-Spitze hat bereits zentrale Aspekte eines künftigen Vertrags mit Klopp festgelegt. Beide Seiten sind optimistisch, dass die Verhandlungen, die nun auch von einer Einigung mit Klopps Arbeitgeber Red Bull abhängen, erfolgreich abgeschlossen werden können. Wie Informationen von Sky zeigen, wird der 59-Jährige voraussichtlich einen Vertrag bis zur WM 2030 unterzeichnen. Lediglich einige Details sind noch zu klären.
Klopp steht somit kurz davor, die Rolle des Bundestrainers zu übernehmen. In der kommenden Woche ist ein abschließendes Treffen mit Oliver Mintzlaff, dem Geschäftsführer von Red Bull, geplant, um Klopps Ausstieg aus dem Unternehmen zu finalisieren. Seit Anfang 2025 ist Klopp als „Global Head of Soccer“ bei Red Bull beschäftigt.
Vertragsinhalte und anstehende Herausforderungen
Bereits vor dem Treffen berichtete die „Bild“-Zeitung über die Zusammenkunft von Klopp, seinem Berater Marc Kosicke sowie DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke. Dieses Treffen fand am Freitagnachmittag (Ortszeit) in einem Hotel am JFK-Flughafen statt und dauerte über vier Stunden.
Ein zentrales Thema war die Beendigung von Klopps Vertrag mit Red Bull, die er in Abstimmung mit Mintzlaff durchführen muss. Es scheint keine Ablösesumme erforderlich zu sein, da Klopp voraussichtlich weiterhin als Werbebotschafter für Red Bull tätig bleiben wird.
Herausforderungen durch bestehende Werbeverträge
Neben finanziellen Aspekten müssen auch die Laufzeit des neuen Vertrags und die Wünsche Klopps bezüglich seines Trainerteams geklärt werden. Besorgnis besteht, dass Klopps bestehende Werbeverträge mit Unternehmen, die in Konkurrenz zu DFB-Partnern stehen, als Hindernis fungieren könnten. DFB-Sportdirektor Rudi Völler stellte jedoch fest, dass sich in einem längeren Telefonat schnell herauskristallisiert habe, dass eine Lösung möglich sei.
Bis zum Ende der WM, die am 19. Juli endet, wird Klopp als Experte für MagentaTV arbeiten. Er hat bereits signalisiert, dass er grundsätzlich bereit ist, beim DFB tätig zu werden, auch wenn er den Zeitpunkt als ungünstig empfindet. Dabei betonte er, dass seine körperliche Verfassung hervorragend sei.
Völler hatte bereits zuvor mit Klopp telefoniert und sein Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet. Der vorherige Bundestrainer, Julian Nagelsmann, war nach dem enttäuschenden WM-Aus der Nationalmannschaft gegen Paraguay (3:4 nach Elfmeterschießen) zurückgetreten. Das erste Länderspiel unter Klopps potenzieller Nachfolge findet am 24. September in der Nations League gegen die Niederlande in Amsterdam statt.
Quellen: n-tv, tagesschau
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