Für Pal Dardai (49) ist es nach der Tätigkeit als ungarischer Nationaltrainer die zweite Station in seinem Heimatland. Foto: Soeren Stache/dpa
Eine Ära findet nun ihren Abschluss: Der langjährige Herthaner verlässt den Hauptstadtklub!
Pal Dardai, dreimaliger Trainer und Rekordspieler von Hertha, wird in Zukunft als Head of Soccer beim Újpest FC in Ungarn tätig sein, wie der Klub mitteilte.
Bislang war Dardai als Scout in Osteuropa und zudem als Markenbotschafter für die Berliner aktiv.
Seit mittlerweile drei Jahrzehnten ist Dardai mit Hertha verbunden!
Dardai äußerte: „Ich bin und bleibe ein Herthaner, dieser Verein ist meine Familie. Ich verbinde so viele schöne Momente mit Hertha BSC und wünsche dem Klub zu jeder Zeit nur das Beste.“
Zwischen 1997 und 2011 absolvierte Dardai 373 Spiele für Hertha und wurde in dieser Zeit zum Bundesliga-Rekordspieler der Berliner mit 286 Einsätzen. Nach seiner aktiven Karriere übernahm er Aufgaben an der Seitenlinie. Zunächst war er in der Akademie tätig, gefolgt von drei Amtszeiten als Cheftrainer der Profis, insgesamt acht Jahre.
In dieser Zeit führte der Ungar Hertha ins DFB-Pokal-Halbfinale und nach Europa.
Sport-Boss Dr. Peter Görlich betonte: „Pál Dárdai genießt durch seine Verdienste um unseren Verein den allergrößten Respekt. Für seine neue Aufgabe wünschen wir ihm viel Erfolg.“
Der Újpest FC zählt zu den Traditionsklubs Ungarns mit 20 Meisterschaften und elf Pokalsiegen, belegt jedoch aktuell nur den neunten Platz von zwölf Teams. Dardais Netzwerk sowie seine umfangreiche Bundesliga-Erfahrung sollen dazu beitragen, den Verein wieder in höhere Tabellenregionen zu führen.
Zuletzt wurde Dardai oft bei den Spielen seiner drei Söhne gesehen. Er und seine Frau Monika sitzen nahezu immer auf einer der Tribünen: sei es im Olympiastadion bei Marton (23), in Wolfsburg bei Bence (19) oder in Ungarn bei Palko, der für die Puskás Akadémia spielt.
Oft reisen Dardai, Monika und der Familienhund Teddy (ein Maltipoo) auch zu ihrem Haus am Balaton. In Zukunft dürfte die Hertha-Legende jedoch insbesondere im Budapester Szusza Ferenc Stadion des Traditionsklubs anzutreffen sein.
Bildquelle: Foto von Winston Tjia auf Unsplash