„Die Tabelle der Volleyball-Bundesliga gleicht einem surrealistischen Gemälde: irrational und Erwartungen sprengend“, so wird die aktuelle Situation der Liga beschrieben. Besonders extrem war der Rückgang der Serienmeister BR Volleys, die Mitte November auf den achten Platz abgerutscht waren. Dies brachte sowohl die Zuschauer als auch die Mannschaft zum Zweifeln.
Doch drei Wochen später hat sich das Bild gewandelt. Die BR Volleys überzeugen wieder mit vier Siegen in der Liga sowie einem Pokalerfolg gegen Warnemünde, was zu einer beeindruckenden Bilanz von 15:0 Sätzen führte. In dieser Phase ist Neuzugang Nolan Flexen, ein sprunggewaltiger Außenangreifer, eine wichtige Stütze für das Team.
Die Rolle von Nolan Flexen
Der 23-jährige US-Amerikaner, der im Sommer von der Universität Kalifornien nach Berlin kam, beschreibt die Anfangszeit als herausfordernd, vor allem wegen der Belastungen durch zwei Spiele pro Woche. Er hebt hervor, dass sowohl Mitspieler als auch Gegner ein „hohes Level an Erfahrung“ mitbringen.
Flexens Trainer, Joel Banks, zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung des Spielers. „Nolan hat sich hervorragend integriert und ist bestrebt, sein Spiel zu verbessern. Er bietet unserem Team neue Möglichkeiten“, erklärt Banks und betont Flexens Athletik und die Höhe, in der er den Ball trifft.
Beeindruckende Sprungkraft
Flexen hat seine bemerkenswerte Sprungkraft in einem vom Verein veröffentlichten Video demonstriert, in dem er eine Markierung auf einer Höhe von 3,68 Metern berührt. Diese Fähigkeit könnte in der Bundesliga entscheidend sein, da sie es ihm ermöglicht, den Ball in einer vorteilhaften Position zu schlagen. Mit einer Sprunghöhe, die zwei Zentimeter über der des früheren Top-Hüpfers Jake Hanes liegt, hebt sich Flexen deutlich hervor.
„Natürlich ist Sprungkraft wichtig, aber sie allein genügt nicht. Ich muss auch an meinem Stellungsspiel arbeiten“, sagt Flexen. Sein Fokus liegt daher auf der Verbesserung seines Passspiels.
Ein herausforderndes Programm
Die BR Volleys benötigen Flexen in den kommenden Wochen in Topform, besonders da Routinier Nehemiah Mote aufgrund einer Verletzung voraussichtlich bis Weihnachten ausfallen wird. Die Mannschaft steht vor der Herausforderung, sich nach dem Abgang von Schlüsselspieler Johannes Tille neu zu sortieren. In den nächsten 16 Tagen stehen für das Team sechs Pflichtspiele an, beginnend mit einem Heimspiel gegen den MTV Ludwigsburg, der aktuell zwei Plätze hinter den Volleys rangiert.
Der Ausgang dieses Spiels kann als Pflichtsieg betrachtet werden, doch in einer so außergewöhnlichen Saison bleibt abzuwarten, was tatsächlich eintreten wird.
Material von Jakob Rüger wurde verwendet.
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