Kann Olympia kommen? Die Paarlauf-Europameister Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin aus Berlin haben mit ihrer Darbietung bei den deutschen Eiskunstlauf-Meisterschaften in Oberstdorf überzeugt.
Die Vize-Weltmeister sicherten sich den Titel mit 223,13 Punkten, gefolgt von den ebenfalls für die Winterspiele in Mailand qualifizierten Berlinern Annika Hocke und Robert Kunkel, die 188,75 Punkte erzielten. Den dritten Platz belegten Letizia Roscher und Luis Schuster aus Chemnitz mit 163,18 Punkten.
Eiskunstlauf-DM und deren Bedeutung
Hase und Volodin zeigten ein ausdrucksstarkes Kurzprogramm, das stark an einem Tango orientiert war. Volodin äußerte sich optimistisch: „Ein kleiner Stolperer in der Sprungkombination konnte den harmonischen Gesamteindruck nicht trüben. Wir gehen mit viel Selbstvertrauen in die nächsten Wochen.“ Hase freute sich, dass die Kondition nach zwei Auftritten innerhalb von 18 Stunden stimmte: „Wir können jetzt ruhig drei Tage frei machen und ein bisschen die Weihnachtsstimmung genießen.“
Leistungen der anderen Teilnehmer
Ebenfalls herausragend waren Jennifer Janse van Rensburg und Benjamin Steffan, die mit ihrem Flamenco den ersten Höhepunkt des Wettkampfs setzten. Sie errangen ihren fünften nationalen Titel mit 196,57 Punkten und übertrafen Charise Matthaei und Max Liebers (172,71 Punkte) sowie das Berliner Paar Karla Maria Karl und Kai Hoferichter (147,74 Punkte).
Bei den Männern zeigte Genrikh Gartung eine beeindruckende Leistung und gewann mit 229,38 Punkten. Trotz seines Sieges ist er wegen eines fehlenden deutschen Passes bei Olympia nicht startberechtigt. Der Titelverteidiger Nikita Starostin belegte mit 211,19 Punkten den zweiten Platz, während der Berliner Kai Jagoda mit 211,13 Punkten Dritter wurde.
Einzelwettbewerb der Frauen
In der Einzelkonkurrenz gab es eine neue Titelträgerin. Julia Grabowski siegte mit 138,35 Punkten in einem Wettkampf, der nicht in voller Stärke stattfand. Sie verwies Sarah Pesch (135,91 Punkte) auf den zweiten Platz, während Kira Thurner mit 135,78 Punkten Dritte wurde. Ob die Deutsche Eislauf-Union (DEU) Grabowski für die Europameisterschaften im Januar 2026 in Sheffield nominieren wird, ist derzeit unklar, da keine deutsche Einzelläuferin für Olympia qualifiziert ist.
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