Die Nationalspielerinnen haben sich nach der erfolgreichen Qualifikation für die WM 2027 in Brasilien in den Sommerurlaub verabschiedet. Mit dem Start der neuen Saison in der Google Pixel Frauen-Bundesliga zwischen dem 21. und 24. August werden einige von ihnen für neue Klubs auf dem Platz stehen. Ein Überblick über die bedeutendsten Transfers.
Gräwe wechselt zu Union Berlin
Mittelfeldspielerin Lisanne Gräwe, die am Dienstag beim 2:0-Sieg der DFB-Frauen in Slowenien durchspielte, wechselt von Eintracht Frankfurt zum 1. FC Union Berlin. Die 23-Jährige war drei Jahre lang für die Hessinnen aktiv und kam in jeder Saison auf mindestens 20 Einsätze in der Google Pixel Frauen-Bundesliga. In Berlin trifft sie auf einige ehemalige Frankfurter Mitspielerinnen wie Anna Aehling, Cara Bösl, Tanja Pawollek und Tomke Schneider.
„Ich möchte mit Union den nächsten Schritt in meiner Entwicklung gehen“, erklärte Gräwe.
Sie fügte hinzu: „Ich kenne bereits einige Spielerinnen im Union-Kader, die mir nur Positives über das Umfeld und die Ambitionen des Vereins berichten konnten. Ich freue mich sehr, ab der kommenden Saison selbst Teil davon zu sein.“
Jennifer Zietz, Geschäftsführerin Profifußball Frauen bei Union, äußerte sich ebenfalls: „Mit Lisanne konnten wir eine deutsche A-Nationalspielerin für uns gewinnen, was uns sehr stolz macht. Sie wird unser Mittelfeld weiter verbessern.“
Veit und weitere Abgänge aus Frankfurt
Die Innenverteidigerin Jella Veit (21) wechselt ebenfalls von Frankfurt nach Berlin-Köpenick, nachdem sie ihren Vertrag nicht verlängert hat. Veit gab im März beim 4:0 in Norwegen ihr Debüt für die DFB-Frauen und war zuletzt auf Abruf nominiert. Sie hat insgesamt 58 U-Länderspiele für Deutschland absolviert und wurde 2022 mit der Walter-Medaille in Gold ausgezeichnet.
„Mit Jella verstärken wir unsere Defensive um eine verlässliche und erfahrene Spielerin“, so Zietz.
Zusätzlich haben die „Eisernen“ die belgische Außenbahnspielerin Jill Janssens (bisher TSG Hoffenheim) und U 19-Nationaltorhüterin Nelly Smolarczyk (VfL Wolfsburg) verpflichtet.
Frankfurt holt Torschützenkönigin
Die Eintracht muss sich jedoch auch von weiteren Leistungsträgerinnen trennen. Neben Gräwe und Veit verlassen auch die Nationalspielerinnen Elisa Senß (zu Real Madrid) und Nicole Anyomi sowie die beiden Schweizerinnen Geraldine Reuteler und Nadine Riesen den Verein. Auf der Zugangsseite hat der Tabellendritte der letzten Saison jedoch bereits zwei bedeutende Verpflichtungen getätigt.
Die aktuelle Torschützenkönigin der Google Pixel Frauen-Bundesliga, Larissa Mühlhaus (23), wechselt vom SV Werder Bremen nach Frankfurt. Mit 17 Saisontreffern sicherte sich die gebürtige Hamburgerin die Torjägerkanone und unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2029.
„Ich bin sehr glücklich, ab dem Sommer in Frankfurt zu sein“, sagte Mühlhaus. „Die Eintracht hat die besten Bedingungen und ist ein Klub, der immer oben mitspielt.“
Zusätzlich wird auch die elfmalige Nationalspielerin Paulina Krumbiegel (25) in der kommenden Saison das Eintracht-Trikot tragen. Sie kehrt vom italienischen Spitzenklub Juventus Turin zurück in die Frauen-Bundesliga.
„Paulina bringt ein für uns extrem spannendes Profil mit“, betonte Frankfurts Sportdirektorin Babett Peter.
Wolfsburgs Umbruch
Der Vizemeister VfL Wolfsburg muss in der neuen Spielzeit unter anderem auf Vereinslegende und Rekordspielerin Alexandra Popp (35) verzichten, die nach 14 Jahren zu Borussia Dortmund wechselt. Popp wird dort mit mehreren ehemaligen Bundesligaspielerinnen zusammentreffen.
Zusätzlich verlassen auch Vivien Endemann (FC Liverpool) und die frühere Torschützenkönigin Lineth Beerensteyn den Verein. Im Gegenzug kommt Nationalstürmerin Giovanna Hoffmann (27) von RB Leipzig, die sich nach einem Kreuzbandriss auf ihr Comeback vorbereitet.
„Der VfL Wolfsburg ist seit Jahren eine feste Größe im europäischen Fußball“, erklärte Hoffmann.
Die U 23-Nationalspielerin Katharina Piljic (22) wechselt ebenfalls von Bayer 04 Leverkusen zu Wolfsburg und bringt bereits 113 Bundesligapartien mit.
Neuzugänge in Leverkusen und Bremen
Der VfB Stuttgart hat seine Kaderplanung ebenfalls vorangetrieben und verpflichtet Spielerinnen mit Bundesliga-Erfahrung. Dazu gehört die 13-malige Nationalspielerin Chantal Hagel, die zuletzt für den FC Sevilla spielte.
„Ich freue mich sehr und bin stolz, künftig das VfB-Trikot zu tragen“, sagte Hagel.
In Leverkusen kehrt Carolin Simon (33) vom FC Bayern München zurück, während der SV Werder Bremen gleich elf Abgänge kompensieren muss. Neu im Kader sind unter anderem Felicia Sträßer (18) und Elena Mühlemann (22) vom FC Carl Zeiss Jena.
Freiburgs Torhüterinnen und Hoffenheims Neuzugänge
Der SC Freiburg hat aufgrund der Schwangerschaft von Stammtorhüterin Laura Benkarth und dem Abgang von Rebecca Adamczyk Handlungsbedarf auf der Torhüterposition. Lina von Schrader (22) und Lorena Barth (19) werden die neuen Torhüterinnen des Vereins.
Die TSG Hoffenheim hat ebenfalls neue Spielerinnen verpflichtet, darunter Amira Arfaoui (26) und Svenja Fölmli (23), die die Abgänge von Nationalspielerin Selina Cerci ersetzen sollen.
Fazit
Die Transfers in der Google Pixel Frauen-Bundesliga zeigen, dass die Vereine aktiv an ihren Kadern arbeiten, um sich für die kommende Saison zu rüsten. Die Veränderungen versprechen spannende Entwicklungen und einen intensiven Wettbewerb in der Liga.
Quellen: dfb
Bildquelle: Markus Spiske auf Unsplash