In der aktuellen Saison der 2. Fußball-Bundesliga zeigt sich Hertha BSC in einem eher wechselhaften Licht. Nach einer beeindruckenden Serie, die mit sieben Pflichtspielsiegen in Folge gipfelte, musste das Team am 15. Spieltag eine unangenehme Schlappe gegen den 1. FC Magdeburg hinnehmen. Dabei fiel das erste Gegentor durch einen einfachen Eckentrick, was die zuvor so erprobte Defensive der Berliner ins Wanken brachte und zur 0:2-Niederlage führte.
Nach dieser Niederlage trat Hertha im Spiel gegen die SpVgg Greuther Fürth an, in dem die Berliner in einem 3:3-Unentschieden endeten. Trotz einer 2:0-Führung in der ersten Halbzeit entglitt dem Team die Kontrolle und sie ließen sich von den Fürthern überwinden. Als Grund für diese Wende wird nicht nur die defensive Schwäche, sondern auch das Fehlen von Konzentration in den entscheidenden Momenten angeführt.
Die Defensive gibt Anlass zur Sorge
Bereits im Spiel gegen Magdeburg zeigte die Berliner Abwehr Schwächen, die sich gegen Fürth weiter verstärkten. Während die erste Halbzeit von Dominanz und Kontrolle geprägt war, ließ das Team in der zweiten Halbzeit mehrere Chancen zu. Der Rückgang des Ballbesitzes von 56 Prozent auf 46 Prozent verdeutlicht, dass Hertha in der zweiten Spielhälfte nicht mehr die Kontrolle über das Geschehen auf dem Platz hatte.
Trainer Stefan Leitl kritisierte nach dem Spiel das defensive Verhalten seiner Mannschaft und stellte fest, dass die Kompaktheit des Teams verloren ging, was den Gegnern ermöglichte, durch Konteraktionen gefährlich zu werden. Die Fürther erzielten den Ausgleich in der 81. Minute, nachdem sie den Druck deutlich erhöht hatten und Hertha defensiv anfällig war.
Fragestellungen nach dem Spiel
Die Partie hinterließ viele Fragen über den Zustand und die Entwicklung des Teams. Während die erste Halbzeit vielversprechend war, blieb die zweite Hälfte hinter den Erwartungen zurück. Fragen wie, wie die Mannschaft die Defensive stärken und die Probleme im Umgang mit Tempoläufen besser lösen kann, stehen nun im Raum. Hertha BSC wird sich in den kommenden Spielen beweisen müssen, insbesondere im letzten Spiel vor der Winterpause gegen Bielefeld, um die angepeilte Punktzahl von 30 zu erreichen.