Im Kontext der Gleichstellung im Profifußball stehen die Kapitäne des Frauen- und Männerteams von Union Berlin, Lisa Heiseler und Christopher Trimmel, an vorderster Front. Die beiden Spieler leben das Prinzip der Gleichberechtigung und setzen damit Maßstäbe im deutschen Fußball.
Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung
Union Berlin verfolgt das ambitionierte Ziel, eine Profifußballabteilung mit sowohl Frauen- als auch Männerteams zu etablieren. Ein neues Trainingszentrum am Stadion an der Alten Försterei wird künftig von beiden Teams genutzt, was für Synergien sorgt. „Wir können beide davon profitieren“, äußerte Trimmel. Ein solches Modell ist in der deutschen Fußballlandschaft bislang einzigartig.
Die Bemühungen um Gleichstellung beginnen jedoch bereits viel früher. Trimmel und Heiseler berichteten im Sportstudio über den gemeinsamen Aufstieg des Frauenteams, den sie kürzlich gemeinsam auf dem Rathausbalkon feierten.
Aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen
Die Frauen von Union Berlin sind aktuell auf einem kämpferischen Weg, nachdem sie in die Bundesliga aufgestiegen sind, während das Männerteam auf dem achten Platz der Tabelle steht. Trimmel erklärt, dass das Männerteam einen Umbruch durchläuft, wofür die Vorbereitung entscheidend war. „Es ist eine Entwicklung zu erkennen, und wir müssen hart daran arbeiten, dass es nicht vorbei ist“, fügte er hinzu.
Im Gegensatz dazu sieht sich das Frauenteam angesichts dreier Niederlagen in Folge mit Herausforderungen konfrontiert, bleibt jedoch optimistisch in Bezug auf ihre langfristige Entwicklung. Heiseler betont, dass die Gründung des Liga-Verbandes FBL notwendig sei, um die Bedingungen für Mädchen im Fußball zu verbessern.
Die Rolle von Vorbildern und das Ziel der Sichtbarkeit
Union Berlin präsentiert sich als Vorreiter in der Gleichstellung, nicht zuletzt durch das Beispiel von Marie-Louise Eta, die 2023 eine Co-Trainerposition bei den Männern übernahm. Präsident Dirk Zingler sieht die Gleichstellung als zentrale Mission des Vereins und betont die Bedeutung der Sichtbarkeit beider Geschlechter im Sport, was in Köpenick großgeschrieben wird.
Zusammengefasst strebt Union Berlin danach, ein Umfeld zu schaffen, in dem Gleichberechtigung im Profifußball nicht nur ein Ideal, sondern gelebte Realität ist.
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