Die Füchse Berlin haben ihr Ticket für das Final Four im DHB-Pokal gesichert. Im Viertelfinalspiel besiegte der deutsche Meister am Donnerstagabend vor heimischem Publikum den THW Kiel mit 32:30 (16:17). Der beste Torschütze der Berliner war Mathias Gidsel, der neun Treffer erzielte.
Neben den Füchsen haben sich auch das Überraschungsteam Lemgo Lippe sowie der Bergische HC für das Finalturnier am 18. und 19. April 2026 in Köln qualifiziert. Der letzte Teilnehmer wird nach dem Viertelfinalspiel zwischen dem SC Magdeburg und der SG Flensburg-Handewitt ermittelt.
Schwieriger Start für die Füchse
In der Max-Schmeling-Halle hatten die Gäste aus Kiel vor 8.525 Zuschauern einen besseren Start. Die Kieler konnten die Abwehr der Füchse wiederholt durchbrechen und relativ einfache Tore erzielen.
Die Berliner wirkten zunächst müde und unkonzentriert, was dazu führte, dass sie einige vielversprechende Wurfchancen ungenutzt ließen. Trainer Nicolej Krickau musste zudem auf den verletzten Leistungsträger Lasse Andersson verzichten. Folglich lagen die Füchse nach zehn Minuten mit 3:7 in Rückstand.
Verbesserung und entscheidende Momente
Der Torhüter Dejan Milosavljev sorgte mit mehreren guten Paraden für neuen Schwung in der Mannschaft. Die Füchse fanden besser ins Spiel und erzielten nach etwa einer Viertelstunde die erste Führung (10:9). Dennoch blieb der THW Kiel zur Halbzeit das stärkere Team und ging mit einer Pausenführung von 17:16 in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel zeigten beide Mannschaften anfängliche Unsicherheiten, doch die Berliner konnten schneller zu ihrem Spiel finden. Trotz einer 7-gegen-6-Überzahl des THW, die oft zu leichten Toren für die Füchse führte, brachte ein 4:0-Lauf die Berliner erneut in Führung (22:19).
Die Intensität der Partie nahm zu, und die Gastgeber hatten Schwierigkeiten, ihre Chancen zu nutzen, insbesondere in einer siebenminütigen Phase ohne eigenen Treffer. Es waren die starken Paraden von Milosavljev, die den Füchsen halfen, im Spiel zu bleiben. Eine Zeitstrafe gegen den Kieler Hendrik Pekeler, der Gidsel kurz vor Schluss nur durch einen Griff am Hals stoppen konnte, verschaffte den Füchsen schließlich entscheidende Überhand. Diese Überzahl nutzten sie, um sich zwei Tore abzusetzen (29:27) und sich den Einzug ins Finalturnier zu sichern.
Bildquelle: Steffen Prößdorf via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)