Der Platzverweis gegen Toni Leistner entfaltet nach dem Spiel gegen Arminia Bielefeld erhebliche Auswirkungen auf Hertha BSC. Trainer Stefan Leitl äußerte massive Kritik an der Entscheidung des Schiedsrichters Jarno Wienefeld und sieht die Berliner um zwei wichtige Punkte betrogen. Arminia-Coach Mitch Kniat hingegen bezeichnete die Äußerungen als „Ausreden“.
Kritik an der Schiedsrichterentscheidung
Nach der Roten Karte für den Abwehrspieler Toni Leistner, die in der 85. Minute ausgesprochen wurde, zeigte sich Leitl enttäuscht. Der 48-Jährige stellte infrage, ob die Regeln korrekt angewendet wurden und bezeichnete die Entscheidung als „eine unfassbare Frechheit, mit der wir jetzt leben müssen“. Das Spiel endete mit einem 1:1, nachdem Hertha in der letzten Minute der Nachspielzeit den Ausgleich hinnehmen musste.
Der Vorfall im Detail
Toni Leistner hatte Gegenspieler Isaiah Young mit einem Rempler zu Fall gebracht, was den Schiedsrichter zu dem Urteil führte, dass es sich um eine Notbremse handele. Leitl argumentierte, dass Young sich nicht in einer klaren Tormöglichkeit befand, da er gut 20 Meter vom Tor und in Richtung Außenlinie unterwegs war.
Reaktionen aus dem Hertha-Lager
Sportdirektor Benjamin Weber konnte den Platzverweis nicht nachvollziehen und bezeichnete ihn als „völlig unverständlich“. Er sprach von einem „ganz normalen Zweikampf“, der die Berliner zwei Punkte gekostet habe. Kapitän Fabian Reese kritisierte den Gegner und kündigte eine sportliche Antwort im kommenden Rückspiel an: „Wir werden alles dafür geben, dass wir da was zu feiern haben.“
Entgegnung von Bielefelds Trainer
Auf die Aussagen von Leitl reagierte Kniat in der Pressekonferenz. Er erklärte, dass die Entscheidung des Schiedsrichters nicht von der Schwere des Fouls abhängt und betonte, dass es für ihn keine Ausreden bedarf. Kniat stellte fest: „Wir haben ein gutes Spiel gesehen und ich bin weit weg davon, für irgendwas hier Ausreden zu suchen.“
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