Die Kinderbuchautorin Kouri Richins wurde im US-Bundesstaat Utah wegen des Mordes an ihrem Ehemann zu lebenslanger Haft verurteilt. Dies geschah, nachdem sie ein Kinderbuch über den Umgang mit Trauer verfasst hatte.
Richins, eine dreifache Mutter, wurde von einem Richter in einem aufsehenerregenden Prozess die Höchststrafe auferlegt. Im März 2026 wurde sie schuldig gesprochen, ihrem Mann Eric Richins im Jahr 2022 heimlich eine tödliche Dosis des synthetischen Opioids Fentanyl in Getränken verabreicht zu haben. Die 36-Jährige wies die Vorwürfe stets zurück.
Trauerbewältigung durch ein Kinderbuch
Nach dem Tod ihres Mannes veröffentlichte die Immobilienmaklerin ein Kinderbuch mit dem Titel „Are You With Me?“, das sich mit dem Verlust eines geliebten Menschen auseinandersetzt. In der Geschichte trauert ein Junge um seinen verstorbenen Vater, der nun als Schutzengel über ihn wacht. Zum Zeitpunkt des Todes von Eric Richins waren die drei Söhne 9, 7 und 5 Jahre alt.
Motiv und Anklage
Vor der Verkündung der lebenslangen Strafe wandte sich Richins in einer emotionalen Ansprache an ihre Kinder, die nicht im Gerichtssaal anwesend waren. Sie bezeichnete die Anschuldigungen als „absolute Lüge“ und appellierte unter Tränen an ihre Söhne: „Seid wie euer Vater.“ Zudem wurden Erklärungen der Kinder verlesen, in denen sie äußerten, dass sie eine lebenslange Haftstrafe für ihre Mutter wünschten, da sie sich unsicher fühlten, falls sie auf freiem Fuß wäre.
Finanzielle Probleme und Affäre als mögliche Motive
Im Verlauf des Prozesses führte die Anklage hohe Schulden der Angeklagten sowie eine Affäre als mögliche Motive für den Mord an. Eric Richins besaß ein Anwesen im Wert von mehreren Millionen US-Dollar sowie eine Lebensversicherung, die im Falle seines Todes ausgezahlt worden wäre.
Zusätzlich wurde Richins in weiteren Anklagepunkten für schuldig befunden, darunter Versicherungsbetrug und versuchter Mord. Es wurde berichtet, dass sie bereits zuvor versucht haben soll, ihren Mann durch ein mit Fentanyl versetztes Sandwich zu töten.
Quellen: mopo
Bildquelle: KI generiert