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Berlin: Frauen-Bundesliga gründet eigenen Ligaverband ohne DFB

Was bedeutet die überraschende Gründung eines eigenen Ligaverbandes für die Frauen-Bundesliga in Berlin? Am Tag nach dem erfolgreichen Zuschlag für die Frauen-EM 2029 verkündeten die…

Berlin: Frauen-Bundesliga gründet eigenen Ligaverband ohne DFB

Was bedeutet die überraschende Gründung eines eigenen Ligaverbandes für die Frauen-Bundesliga in Berlin? Am Tag nach dem erfolgreichen Zuschlag für die Frauen-EM 2029 verkündeten die 14 Klubs der Frauen-Bundesliga am Donnerstag, dass sie am kommenden Mittwoch (10. Dezember) den „Frauen-Bundesliga FBL e.V.“ eigenständig ohne den Deutschen Fußball-Bund (DFB) ins Leben rufen werden.

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Der Anstoß zur Professionalisierung

Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Vermarktung der Liga zu verbessern und die Professionalisierung voranzutreiben. Der DFB wollte sich auf Nachfrage zunächst nicht äußern.

Jennifer Zietz, Geschäftsführerin Profifußball der Frauen beim 1. FC Union Berlin, kommentierte: „Dieser Zusammenschluss ist ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung des Profifußballs der Frauen. Wir erkennen die Potenziale im Frauenfußball und beabsichtigen, diese umfassend zu nutzen.“ Zietz äußerte sich optimistisch, dass auch der DFB ein Interesse an zukünftiger Zusammenarbeit haben wird.

Einheitliche Entscheidung der Klubs

Jan-Christian Dreesen, Vorstandschef von Bayern München, wies darauf hin, dass bereits wesentliche Punkte zur Gründung einer gemeinsamen FBL GmbH mit dem DFB vereinbart wurden. Die überraschende Infragestellung dieser Absprachen wurde als kontraproduktiv wahrgenommen, da die Vereine bereits signifikante Investitionen in die Frauen-Bundesliga tätigen wollen.

Die Entscheidung für die Gründung des eigenen Verbands wurde einstimmig getroffen, um Zeitverluste zu vermeiden. Der ursprüngliche Plan sah vor, dass der Ligaverband und der DFB jeweils 50 Prozent der Anteile an der „Frauen-Bundesliga Gesellschaft“ halten sollten. Der DFB hatte angekündigt, 100 Millionen Euro in die angestrebte Professionalisierung der Liga zu investieren, verteilt über einen Zeitraum von acht Jahren.

Ungewisse Zukunft der Zusammenarbeit

Die Klubs planen, mehrere Hundert Millionen Euro in Personal und Infrastruktur zu investieren. Axel Hellmann, Vorstandssprecher von Eintracht Frankfurt, äußerte Enttäuschung darüber, dass bereits getroffene Vereinbarungen mit dem DFB nicht in den Vertragsmaterialien dokumentiert wurden. Die Gründung des neuen Verbands wird nächste Woche in der Frankfurter Arena erfolgen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich der Prozess weiterentwickeln wird und ob eine Kooperation mit dem DFB zustande kommt oder die Klubs einen eigenständigen Weg einschlagen.

Bildquelle: Alejandro Sanclemente auf Unsplash

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