Das Jüdische Krankenhaus Berlin (JKB) hat Insolvenz angemeldet. Dies gab das einzige jüdische Klinikum Deutschlands am Freitag seinen Angestellten bekannt.
In einer Mitteilung erläuterte die Klinik, dass eine „vorläufige Insolvenz in Eigenverwaltung“ beantragt wurde. Das Unternehmen wird die Geschäfte unter der Aufsicht eines Sachverwalters weiterführen, während die Geschäftsführung einen Insolvenzplan einreichen muss.
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Aktuell beschäftigt das Krankenhaus rund 820 Mitarbeiter.
Die Gewerkschaft Verdi fordert, das Insolvenzverfahren zu nutzen, um „eine langfristige und tragfähige Lösung für den Weiterbetrieb“ des Klinikums zu finden. Eine Möglichkeit wäre, das Krankenhaus als eigenständigen Standort von Vivantes oder der Charité zu führen. Zudem müsse die Jüdische Gemeinde in die Prozesse einbezogen werden.
Betriebsrat fordert Mitbestimmung
Vom Betriebsrat des JKB wurde betont, dass auch die Interessenvertretungen der Angestellten in die Verhandlungen eingebunden werden müssen. Es sei von Bedeutung, „dass die Identität des Hauses als Kiezkrankenhaus und als Jüdisches Krankenhaus erhalten bleibt“.
Das Jüdische Krankenhaus in Gesundbrunnen gilt als Notfallkrankenhaus mit fast 270-jähriger Geschichte und bietet 384 Betten an. Rund 820 Mitarbeiter kümmern sich in verschiedenen Fachrichtungen, darunter Innere Medizin, Orthopädie und Unfallchirurgie, Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie, um die Patientinnen und Patienten.
Sendung: 5.12.2025, 15:53 Uhr
Bildquelle: Mick De Paola auf Unsplash