Der November 2025 bringt eine Reihe von Änderungen für Verbraucher in Deutschland. Von strengeren Regeln für Kleinkredite und Dispokredite über Anpassungen im Bahnverkehr bis hin zur Abschaltung von TV-SD-Signalen und neuen Check-in-Regeln bei Ryanair – dieser Monat hält einige Neuerungen bereit, die den Alltag beeinflussen werden.
Strengere Kreditprüfungen für "Buy Now, Pay Later"
Ab November 2025 werden Kleinkredite, einschließlich beliebter "Buy Now, Pay Later"-Angebote, strenger geprüft. Dies ist Teil der Umsetzung der EU-Verbraucherkreditrichtlinie. Anbieter müssen nun auch bei Kleinkrediten eine Kreditwürdigkeitsprüfung durchführen. Betroffen sind Kredite bis 200 Euro mit Laufzeiten unter drei Monaten sowie Käufe auf Rechnung, wenn Zahlungsdienstleister involviert sind oder die Zahlungsfrist über 14 bzw. 50 Tage hinausgeht. Ziel ist es, Haushalte mit geringem Einkommen vor Überschuldung zu schützen.
Änderungen bei Dispokrediten
Auch Dispokredite unterliegen neuen Regelungen. Banken dürfen diese Kredite künftig nicht mehr ohne eine zweimonatige Kündigungsfrist und vorherige Warnung kündigen. Zudem werden das Widerrufsrecht erweitert und Verbraucher umfassender über Kosten und Risiken informiert, um Überschuldung durch überhöhte Zinsen und mangelnde Beratung zu verhindern.
Kfz-Versicherung: Wechselfrist bis 1. Dezember
Versicherungsnehmer, die ihre Kfz-Versicherung wechseln möchten, sollten dies bis zum 1. Dezember tun. Aufgrund des Feiertags am 30. November verschiebt sich die übliche Frist. Experten gehen weiterhin von möglichen Preiserhöhungen bei Kfz-Versicherungen aus.
Bahn-Ersatzverkehr und Lohnsteuer-Ermäßigung
Es gibt Anpassungen im Schienenersatzverkehr zwischen Berlin und Hamburg. Zudem können Anträge auf Lohnsteuerermäßigung für das Steuerjahr 2026 ab dem 1. November gestellt werden, um monatlich mehr Nettogehalt zu erhalten. Dies erfordert jedoch eine jährliche Einkommensteuererklärung.
ZDF schaltet SD-Signal ab
Nachdem bereits andere Sender ihre SD-Signale abgeschaltet haben, zieht das ZDF nach. Ab dem 18. November sind ZDF, ZDFinfo, ZDFneo, 3sat und KIKA nicht mehr in Standardauflösung (SD) empfangbar. Nutzer benötigen ein HD-fähiges Gerät. Diese Umstellung senkt die Verbreitungskosten und entspricht der Erwartung eines sparsamen Umgangs mit Rundfunkbeiträgen.
Spotify-Preiserhöhung und Ryanair-Check-in
Für Spotify-Nutzer tritt die angekündigte Preiserhöhung im Premium-Bereich in Kraft, falls sie nicht in den Basic-Tarif gewechselt sind. Ab dem 14. November gelten die neuen Preise. Ryanair stellt zudem ab dem 12. November komplett auf digitales Check-in per App um; Ausdrucke werden nicht mehr akzeptiert.
LinkedIn nutzt Nutzerdaten für KI-Training
Das Karrierenetzwerk LinkedIn wird ab dem 3. November Nutzerdaten (ausgenommen private Nachrichten) für das Training seiner Künstlichen Intelligenz verwenden. Nutzer können dieser Nutzung in den Datenschutzeinstellungen widersprechen.