⚽ WM 2026 Anpfiff in Spielplan & News →

Nachrichten aus Berlin und der Region

Aktuelles Echo
Live-Ticker: Angriff auf den Iran im Liveticker Live-Ticker: Angriff auf den Iran im Liveticker Vor 19 Minuten Bittencourt macht Rückkehr zu Energie Cottbus – Union zeigt ebenfalls Interesse. Bittencourt macht Rückkehr zu Energie Cottbus – Union zeigt ebenfalls Interesse. Vor 27 Minuten Wichtige Transfers in der Frauen-Bundesliga nach WM-Qualifikation 2027 Wichtige Transfers in der Frauen-Bundesliga nach WM-Qualifikation 2027 Vor 28 Minuten Steffen Baumgart verliert weiteren Co-Trainer an den 1. FC Köln Steffen Baumgart verliert weiteren Co-Trainer an den 1. FC Köln Vor 4 Stunden Union Berlin verpflichtet belgischen Verteidiger Van den Bosch Union Berlin verpflichtet belgischen Verteidiger Van den Bosch Vor 4 Stunden WM 2026: Portugal gegen DR Kongo – Vorbericht zum Gruppenphase (Gruppe K)-Duell WM 2026: Portugal gegen DR Kongo – Vorbericht zum Gruppenphase (Gruppe K)-Duell Vor 4 Stunden Teenager im Fokus der Ermittlungen nach Schuss auf Polizeibeamten in Göttingen Teenager im Fokus der Ermittlungen nach Schuss auf Polizeibeamten in Göttingen Vor 5 Stunden Tödliche Explosion in Seniorenwohnhaus in Kropp fordert ein Leben Tödliche Explosion in Seniorenwohnhaus in Kropp fordert ein Leben Vor 5 Stunden Ermittlungen gegen illegalen Katzenfleischhandel in Vietnam: Polizei schlägt Netzwerk auf Ermittlungen gegen illegalen Katzenfleischhandel in Vietnam: Polizei schlägt Netzwerk auf Vor 5 Stunden Steht uns ein Rekordsommer mit über 30 Grad ins Haus? Steht uns ein Rekordsommer mit über 30 Grad ins Haus? Vor 5 Stunden

Wirtschaftliche Herausforderungen in Russland: Schuldenlast wächst weiter

Russland präsentiert sich trotz sanktionierter Herausforderungen auf dem Wirtschaftsforum als stabil. Die Schulden steigen jedoch rapide, während die Wirtschaft stagniert und Wachstumsprognosen gesenkt werden.

Wirtschaftliche Herausforderungen in Russland: Schuldenlast wächst weiter
KI-generiert

Trotz der anhaltenden Sanktionen möchte sich Russland auf dem Wirtschaftsforum in St. Petersburg als wirtschaftlich stabil präsentieren. Dennoch häufen sich die Probleme in der russischen Wirtschaft.

🎁 Gewinnspiel

Jetzt Newsletter abonnieren und gewinnen!

Melde dich zum kostenlosen Newsletter an und nimm automatisch an unserem Gewinnspiel teil. Wir verlosen 500 × 100 € Wunschgutscheine unter allen Abonnenten.

Die Situation ist ernst. Obwohl Russland durch die gestiegenen Ölpreise höhere Einnahmen verzeichnet als zu Beginn des Jahres prognostiziert, bleibt die wirtschaftliche Lage angespannt. Die Schulden nehmen zu, während die Wirtschaft stagniert. Selbst Kremlchef Wladimir Putin sah sich im April gezwungen, auf die kritische Situation im Land hinzuweisen.

„Ich erwarte heute detaillierte Berichte zur wirtschaftlichen Lage und dazu, warum die makroökonomischen Indikatoren unter den Erwartungen von Experten und auch unter den Prognosen der Regierung und der Zentralbank liegen,“

mahnte Putin während eines Treffens.

Wachstumsprognose wird gesenkt

Wie vom Staatschef gefordert, schien sich die Lage zunächst zu verbessern. Im Mai erklärte Putin:

„Die jüngsten Maßnahmen der Regierung zeigen erste positive, wenn auch etwas bescheidene, Ergebnisse.“

Dies wurde durch die Statistiken für den Monat März untermauert.

„Wie Wirtschaftsminister Reschetnikow kürzlich berichtete, hat der Konsum im März zugenommen. Der Großhandel wuchs um acht Prozent, der Einzelhandel um rund sechs Prozent,“

so Putin weiter. Das Bruttoinlandsprodukt sei im März um 1,8 Prozent gestiegen.

Ein echter Aufschwung ist dies jedoch nicht. Betrachtet man das gesamte erste Quartal, ist die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,3 Prozent gesunken. Die russische Regierung hat ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr von 1,3 auf 0,4 Prozent gesenkt. Im ersten Quartal hat der Staat bereits mehr Schulden angehäuft als ursprünglich für das gesamte Jahr eingeplant.

Veränderungen in der wirtschaftlichen Entwicklung

Die russische Wirtschaftsgeografin Natalia Subarewitsch beobachtet einen Wandel in der wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre.

„Jedes Jahr ändert sich alles. So gab es 2022 einen Rückgang aus nachvollziehbaren Gründen. 2023 dann wieder schnelles Wachstum in der Industrie und bei den Löhnen,“

erklärte sie.

Im Jahr 2024 stiegen die Löhne noch schneller, während die zivile Industrie schrumpfte. 2025 kam es zu einem Rückgang im Handel, und die zivile Wirtschaft stagnierte.

„Jetzt haben wir 2026. Die Gastronomie wird leiden. Wir warten auf Angaben im Sommer. Wir sehen bereits Schließungen und sinkende Umsätze,“

so die Expertin weiter.

Steigende Sparneigung der Bevölkerung

Viele Menschen in Russland neigen dazu, zu sparen. Eine Studie eines russischen Discounters zeigt, dass 37 Prozent der Konsumenten nun preisbewusst einkaufen, während es vor einem Jahr nur 32 Prozent waren. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer zum Jahreswechsel von 20 auf 22 Prozent könnte dazu beigetragen haben.

Die angespannte Wirtschaftslage hat auch Auswirkungen auf die russischen Regionen, wo insbesondere bei Bildung und Gesundheit gespart wird. Dennoch steigt die Schuldenlast weiter. Der russische Finanzminister Anton Siluanow plant, die Verschuldung der Regionen bei Privatbanken in Höhe von 18 Milliarden Euro in diesem Jahr zu reduzieren.

Folgen der ukrainischen Angriffe

Zusätzlich wird die russische Wirtschaft durch ukrainische Angriffe auf Ziele in Russland belastet. Wirtschaftsexperte Dmitri Nekrassow, der in Russland als ausländischer Agent gilt, meint jedoch, dass die Angriffe auf die Öl-Infrastruktur bislang keinen entscheidenden Einfluss hatten.

Die russischen Öl-Exporte sind im März und April trotz der ukrainischen Angriffe um zehn Prozent im Vergleich zu Januar und Februar gestiegen. In dieser Zeit war die Lage schwierig, da ein Überangebot herrschte und Eis im finnischen Meerbusen die Lieferungen behinderte. Solche Faktoren hatten einen viel größeren Einfluss als die Drohnenangriffe.

Sorgen der Unternehmen

Viele Unternehmen in Russland äußern Besorgnis über die zunehmenden ukrainischen Angriffe. Der Vorsitzende des russischen Industrie- und Handelsverbandes, Alexander Schochin, berichtet, dass große Unternehmen großen Wert auf den Schutz ihrer Anlagen legen.

„Einige Probleme müssen jedoch noch gelöst werden. Das betrifft die Beschaffung von Waffen – nicht nur von solchen mit kleinem Kaliber, sondern auch von größeren Waffen. Da geht es um elektronische Kampfführung und Lasersysteme,“

erklärte er.

Ob eine verstärkte Luftabwehr die strukturellen Probleme der russischen Wirtschaft lösen kann, bleibt fraglich. Solange etwa 40 Prozent des Staatshaushalts für Krieg, Rüstung und Sicherheit ausgegeben werden, dürfte eine wirtschaftliche Erholung schwierig sein. Der Finanzminister plant zwar Einsparungen, jedoch nicht im militärischen Bereich.

Jürgen Buch, ARD-Moskau, 03.06.2026 • 08:56 Uhr


Quellen: tagesschau

Artikel teilen:

Empfehlungen für dich.