Die bevorstehenden Temperaturen in Deutschland werfen Fragen auf, da eine Hitzewelle aus Südeuropa droht. Während viele Regionen des Landes derzeit mit wechselhaftem Wetter konfrontiert sind, könnte sich dies bald ändern.
Hitze in Südeuropa erreicht Rekordwerte
In Südeuropa werden derzeit alarmierende Temperaturrekorde verzeichnet. In Ländern wie Italien, Spanien und Frankreich warnen die Behörden vor extremen Hitzewellen, die vielerorts Temperaturen von über 40 Grad Celsius mit sich bringen. Auf Mallorca wurde kürzlich die heißeste Nacht seit Beginn der Wetteraufzeichnungen registriert, während auf der italienischen Insel Sardinien am Sonntag 47 Grad gemessen wurden. Dieser Wert liegt nur knapp unter dem europäischen Allzeitrekord von 48,8 Grad, der im Sommer 2021 auf Sizilien verzeichnet wurde.
Wetterprognosen für Deutschland
Eine Entspannung für den Mittelmeerraum ist nach aktuellen Prognosen nicht in Sicht. Laut Diplom-Meteorologe Dominik Jung wird die Hitze und Trockenheit in den kommenden Wochen in Südeuropa weiterhin ein Thema bleiben. Das für die Jahreszeit ungewöhnlich heiße Mittelmeer verstärkt die Lage zusätzlich.
Die Frage bleibt, ob sich das Hitzewetter aus Südeuropa auch in Deutschland bemerkbar machen wird. Jung erklärt:
„Die Signale für eine dritte Hitzewelle sind deutlich.“
Hochdruckgebiet beeinflusst das Wetter
Das Hoch, das derzeit über Südeuropa liegt, könnte sich in der kommenden Woche auch nach Deutschland ausbreiten. Jung erläutert, dass sich die Luftströmung von Süd auf Südwest drehen wird, wodurch die heiße Luft aus dem Mittelmeerraum nach Norden gedrückt wird. Dies könnte dazu führen, dass der südeuropäische „Hitzepool“ auch in Deutschland Einzug hält.
In der Wochenmitte wird das Hoch voraussichtlich in Richtung Skandinavien wandern und sich zwischen Skandinavien und Deutschland positionieren. Für Deutschland bedeutet dies, dass „der Hochsommer wieder aufdreht“.
Erwartete Temperaturen und Wetterverlauf
Deutschland kann sich im Westen und Südwesten auf einzelne Wüstentage und tropische Nächte einstellen. Dies bedeutet, dass die Temperaturen tagsüber 35 Grad erreichen oder überschreiten könnten, während die Nächte nicht kälter als 20 Grad werden. Bis zur Wochenmitte wird eine Teilung des Wetters in Deutschland zu beobachten sein: Während es im Süden und Südwesten heiß ist, bleibt es im Norden zunächst frisch und wechselhaft. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) sind im Nordosten bis Mittwoch noch Gewitter möglich.
In der zweiten Wochenhälfte wird jedoch mit einer Vereinheitlichung der Wetterlage in Deutschland gerechnet. Wechsel zwischen Hitze und unwetterartigen Phasen sind dabei durchaus wahrscheinlich. Jung beschreibt dieses Auf und Ab als „typisch für den Sommer 2026“.
Prognosen und Unsicherheiten
Die Temperaturen in Deutschland werden voraussichtlich nicht so extrem wie in Südeuropa ausfallen. In den meisten Regionen werden Werte zwischen 32 und maximal 36 Grad erwartet, während im Südwesten des Landes sogar 38 Grad möglich sind. Jung betont jedoch, dass diese Angaben mit Unsicherheiten verbunden sind und die Dauer der Hitzetage nur grob prognostiziert werden kann. Es ist möglich, dass sich die Hitzewelle stabil über Deutschland festsetzt, jedoch könnten auch Gewitter die Hitzewelle abrupt beenden.
Wetterexperte Karsten Brandt geht davon aus, dass die Temperaturen am Wochenende ihren Höhepunkt erreichen werden. Für den folgenden Montag und Dienstag zeichnet sich bereits eine Kaltfront ab. Laut Jung ist es jedoch sehr wahrscheinlich, dass es in diesem Sommer noch mindestens eine weitere Hitzewoche in Deutschland geben wird. Der genaue Zeitpunkt lässt sich jedoch nicht mit Sicherheit vorhersagen:
„Prognosen jenseits von sieben bis zehn Tagen sind Trends, keine Punktlandungen.“
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Quellen: t-online
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