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Auf dem Weg zum Mond: Astronauten verlassen Erdumlaufbahn

Die Astronauten der „Artemis 2“-Mission haben erfolgreich die Erdumlaufbahn verlassen und sind auf dem Weg zum Mond. Trotz kleiner technischer Probleme zeigt die Crew Zuversicht für die bevorstehende zehn Tage dauernde Reise, die sie über 2,3 Millionen Kilometer führen wird.

Auf dem Weg zum Mond: Astronauten verlassen Erdumlaufbahn
NASA HQ PHOTO via Wikimedia Commons (Public domain)

Erste Menschen seit Jahrzehnten auf dem Weg zum Mond: Die Mission „Artemis 2“ startet

Am 3. April 2026 um 09:38 Uhr startete die Mondmission „Artemis 2“ vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral. Nach über 50 Jahren sind erneut Menschen auf dem Weg zum Mond. Trotz kleinerer Schwierigkeiten nach dem Start gelang es der Crew, die Erdumlaufbahn erfolgreich zu verlassen.

Etwa 24 Stunden nach dem Start führten die Astronauten ein spezielles Manöver durch, um die Erdumlaufbahn zu verlassen. Dies geschah mit Hilfe des Haupttriebwerks des „Orion“-Raumschiffs, das fast sechs Minuten lang in Betrieb war, wie die US-Raumfahrtbehörde NASA mitteilte.

„Das Manöver hat einwandfrei funktioniert“, erklärte Lori Glaze, eine Managerin der NASA. „Ab diesem Punkt werden die Gesetze der Raumfahrtmechanik unsere Crew bis zum Mond, um die Rückseite und zurück zur Erde tragen.“ Der kanadische Astronaut Jeremy Hansen, der sich in der „Orion“-Kapsel befindet, äußerte sich ebenfalls: „Die Menschheit hat einmal mehr gezeigt, wozu wir fähig sind, und es sind eure Hoffnungen für die Zukunft, die uns auf diese Reise um den Mond tragen.“

Technische Herausforderungen vor und während des Starts

Die vier Astronauten hoben in der Nacht zum Donnerstag (MESZ) an Bord der „Orion“-Kapsel mit dem Raketensystem „Space Launch System“ ab. Der Start der von technischen Problemen geplagten Mission „Artemis 2“ musste zuvor mehrfach verschoben werden.

Bereits seit dem Start traten kleinere technische Probleme auf, die jedoch schnell behoben werden konnten. Unter anderem kam es vorübergehend zu einem Kommunikationsabbruch zwischen den Astronauten und dem Kontrollzentrum auf der Erde. Auch die Bordtoilette funktionierte zeitweise nicht einwandfrei.

Geplante Dauer und Verlauf der Mission

Die Mission „Artemis 2“ baut auf den Erfahrungen der unbemannten „Artemis 1“-Mission von 2022 auf. Die Crew, bestehend aus Hansen sowie den US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman, wird voraussichtlich etwa zehn Tage im All verbringen und um den Mond fliegen, bevor die Kapsel im Meer auf der Erde landet.

Für Glover, Koch und Wiseman ist es der zweite Flug ins All, während es für Hansen der erste ist. Koch ist die erste Frau, die an einer Mondmission der NASA teilnimmt, Glover der erste nichtweiße Astronaut und Hansen der erste Kanadier in dieser Rolle.

Eine Reise von über 2,3 Millionen Kilometern

Der Flugverlauf von „Artemis 2“ ähnelt einer Acht um Erde und Mond. Die Astronauten werden insgesamt mehr als 2,3 Millionen Kilometer zurücklegen.

Am fünften Flugtag wird „Orion“ den Punkt erreichen, an dem die Schwerkraft des Mondes stärker auf das Raumschiff wirkt als die der Erde. Am sechsten Flugtag wird das Raumschiff dem Mond am nächsten kommen, etwa 7500 Kilometer hinter der erdabgewandten Seite. Von dort aus können die Astronauten sowohl die Erde als auch den Mond gleichzeitig sehen und sogar eine Sonnenfinsternis erleben, bei der die Sonne aus der Perspektive von „Orion“ hinter dem Mond verschwindet.

Es besteht die Möglichkeit, dass sie sich an diesem Tag weiter von der Erde entfernen als jemals zuvor. Der bisherige Rekord wurde 1970 von der Crew der „Apollo 13“-Mission mit rund 400.171 Kilometern aufgestellt.

Historischer Kontext der Mondmissionen

Der erste Mensch, der den Mond betrat, war Neil Armstrong am 20. Juli 1969. Der letzte Mensch, der den Erdtrabanten verließ, war im Dezember 1972 der 2017 verstorbene NASA-Astronaut Eugene Cernan, der mit der „Apollo 17“-Mission unterwegs war. Insgesamt brachten die USA zwischen 1969 und 1972 mit den „Apollo“-Missionen zwölf Astronauten auf den Mond, was sie zum einzigen Land macht, das dies bisher erreicht hat.

Bildquelle: NASA HQ PHOTO via Wikimedia Commons (Public domain)

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